Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl zu voll: Thüringen plant neue Unterkunft für Flüchtlinge

Hermsdorf - Die geplante weitere Flüchtlingsunterkunft in Hermsdorf (Saale-Holzland-Kreis) soll die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl möglichst noch in diesem Jahr entlasten.

Die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl ist an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt. Um weitere Flüchtlinge in Thüringen aufzunehmen, wird nach Alternativen gesucht. (Archivbild)
Die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl ist an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt. Um weitere Flüchtlinge in Thüringen aufzunehmen, wird nach Alternativen gesucht. (Archivbild)  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Es werde angepeilt, die Unterkunft bis Mitte Dezember in Betrieb zu nehmen, sagte eine Sprecherin des Thüringer Migrationsministeriums am Freitag. Zuvor hatte der MDR darüber berichtet.

In Hermsdorf sollen bis zu 500 Menschen unterkommen, die maximale Belegung liege bei 750.

Zuvor hatte es mehrere Ausschreibungen zum Betrieb der Unterkunft gegeben, die jedoch erfolglos geblieben waren.

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Die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl ist seit einiger Zeit an der Kapazitätsgrenze. Eine Unterkunft in Eisenberg, die eigentlich für afghanische Ortskräfte gedacht war, wird bereits als Puffer genutzt, um den großen Bedarf an Unterkünften abzufedern.

Nach Angaben der Sprecherin will Migrationsminister Dirk Adams (54, Grüne) unbedingt vermeiden, Geflüchtete in Zelten unterzubringen.

Das Landesverwaltungsamt hatte dies als Option genannt, sollte es zu Kapazitätsengpässen kommen.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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