Polizisten hören Weinen aus Transporter: Neun Kinder bei Großschleusung entdeckt

Mittenwald - Bei einer Kontrolle nahe der österreichischen Grenze haben Bundespolizisten 16 Menschen aufgegriffen, die mutmaßlich unerlaubt einreisen wollten.

Erwachsene und Kinder haben sich auf der Ladefläche des Transporters teil übereinander zusammengekauert.
Erwachsene und Kinder haben sich auf der Ladefläche des Transporters teil übereinander zusammengekauert.  © Bundespolizei

Die sieben Erwachsenen und neun Kinder lagen - teils übereinander - auf der Ladefläche eines Transporters, wie die Bundespolizei am Montag mitteilte.

Den Angaben nach war bereits bei der Kontrolle aus dem Fahrzeug das Weinen eines Kindes zu hören.

Bei den sieben erwachsenen Frauen und Männern im Alter von 23 bis 30 Jahren soll es sich um die Eltern der neun Kinder handeln. Diese seien etwa zwischen zwei und fünf Jahre alt.

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Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um türkische Staatsangehörige kurdischer Abstammung.

Der 35-jährige Fahrer des Fahrzeugs habe bei dem Vorfall am Montag bei Mittenwald (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) angegeben, nicht von den Mitreisenden gewusst zu haben.

Er wurde festgenommen und muss mit einem Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern unter unmenschlichen und höchst gefährlichen Bedingungen rechnen.

Drei Kinder in Kofferraum gepfercht: Familie versucht nach Deutschland einzureisen

Auf der Rückbank und im Kofferraum entdeckten die Bundespolizisten sechs Kinder.
Auf der Rückbank und im Kofferraum entdeckten die Bundespolizisten sechs Kinder.  © Bundespolizei

In einem weiteren Fall haben Bundespolizisten ebenfalls an der Grenze zu Österreich eine Familie mit sechs Kindern aufgegriffen, die mutmaßlich unerlaubt einreisen wollte.

Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, kontrollierte die Polizei am Samstag das Auto eines 41 Jahre alten Fahrers. Dort saßen ein 30 Jahre alter Beifahrer und eine Mutter mit ihren drei Kindern auf der Rückbank. Im Kofferraum lagen drei weitere Kinder. Den Polizeiangaben nach stammt die Familie aus der Türkei.

Der Fahrer besaß lediglich die libysche Fahrerlaubnis und bekam eine Strafanzeige wegen Verdachts des Fahrens ohne Führerschein. Er durfte die Polizeistation zu Fuß verlassen, da er eine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland hatte. Der türkische Beifahrer wurde nach Österreich zurückgewiesen. Beide Männer erhielten Strafanzeigen wegen lebensgefährdender Einschleusung von Ausländern.

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Die Kinder waren im Alter zwischen zwei bis zwölf Jahren. Die Mutter mit ihren sechs Kindern wurde an eine Anlaufstelle für Asylbewerber in Augsburg weitergeleitet.

Titelfoto: Bundespolizei

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