17-Jährige bekommt ihre Periode nicht mehr: Ärzte vermuten Stress - dann der Schock
Hertfordshire (Großbritannien) - Eine 17-jährige Britin wunderte sich über das Ausbleiben ihrer Periode - Ärzte schoben es zunächst auf Stress, dann folgte die schockierende Diagnose.
Wie Sophie Cohn (heute 24) gegenüber der britischen Tageszeitung Mirror berichtet, wurden ihre gesundheitlichen Bedenken wegen des Ausbleibens ihrer Tage von einem Arzt wiederholt abgetan. Ihr wurde sogar geraten, zunächst einfach abzuwarten.
Doch ihre Periode blieb weiter aus. Gleichzeitig fühlte sich Sophie zunehmend erschöpft und körperlich nicht fit. Ganze neun Monate blieb die Blutung aus, ehe ihr Hausarzt ihr schließlich Medikamente verschrieb, um die Periode auszulösen. Daraufhin litt Sophie jedoch unter starken Bauchschmerzen.
Als die Schmerzen immer schlimmer wurden, wandten sich Sophies Eltern an einen Gastroenterologen. Dieser riet ihnen, ihre Tochter umgehend in die Notaufnahme zu bringen.
Dort begannen die Ärzte mit umfangreichen Untersuchungen. Schließlich stellten sie die erschütternde Diagnose: Sophie litt an einem Hodgkin-Lymphom, einer Krebserkrankung des lymphatischen Systems.
Sophie hofft, dass anderen jungen Menschen künftig besser zugehört wird
Zunächst gingen die Ärzte von Krebs im Stadium zwei aus. Weitere Untersuchungen in einer Spezialklinik für krebskranke Jugendliche ergaben jedoch, dass bereits Stadium vier erreicht wurde und sich ausgebreitet hatte.
Sophie musste daraufhin eine sechsmonatige, belastende Chemotherapie über sich ergehen lassen. Fünf Tage pro Woche fuhr sie zur Behandlung nach London. Dabei kämpfte sie mit Übelkeit, Magenschmerzen, stechenden Schmerzen in den Beinen und extremer Erschöpfung.
Im Juni 2020 beendete Sophie ihre Behandlung und gilt seitdem als krebsfrei.
Jahre später glaubt sie, dass sie aufgrund ihres Alters lange nicht ernst genommen wurde: "Oft neigen Ärzte dazu, viele Beschwerden von Mädchen und jungen Frauen im Teenageralter einfach auf die Periode und Hormone zurückzuführen."
Mittlerweile setzt sie sich dafür ein, das Bewusstsein für Krebssymptome bei jungen Menschen zu schärfen. "Wenn ein Arzt von diesen Symptomen hört, sollte er sie etwas ernster nehmen - damit man nicht dreimal wiederkommen muss und sich dabei vorkommt, als würde man sich lächerlich machen."
Sophie hofft, dass anderen jungen Menschen künftig besser zugehört wird, bevor sich ihre Symptome zu etwas Ernsterem entwickeln können.
Titelfoto: Bildmontage: Facebook/Screenshot/CCLG: The Children & Young People’s Cancer Association

