England - Noch immer gilt eine sehr große Oberweite bei Frauen als weiblich und sexy. Diese Beschreibungen hat Emily Lloyd allerdings nicht im Kopf, wenn sie ihren XXL-Vorbau betrachtet. Die 34-Jährige aus England leidet unter ihren großen Brüsten, die ihr jeden Tag schlimme Schmerzen bereiten - manchmal so heftig, dass sie sich übergeben muss. Deshalb sieht die Angestellte jetzt nur noch einen Ausweg.
Emily Lloyd endlich weg von Körbchengröße 95N. Deshalb steht nun eine Brustverkleinerung auf dem Plan, die ihr endlich ihre Lebensqualität zurückgeben soll.
"Ich kann nicht richtig schlafen – egal ob auf der Seite, auf dem Rücken oder auf dem Bauch, es ist fast unmöglich. Ich muss mich ständig hin und her wälzen", berichtet die Frau aus dem englischen Suffolk gegenüber LadBible.
Um ihren normalen Alltag überhaupt bewältigen zu können, sei es täglich notwendig, Schmerzmittel zu nehmen, erklärt sie weiter. "Ich kann nicht springen, nicht rennen, und selbst beim Krafttraining muss ich extrem vorsichtig sein, weil mein Rücken so schmerzt."
Die Beschwerden im Rücken strahlen oft noch aus, dann sind auch Schultern, Nacken und ihr Kopf betroffen. Dann wird der Engländerin vor Schmerzen sogar richtig übel: "Es wird immer schlimmer."
Abgesehen von den Schmerzen beeinträchtigt ihre Oberweite auch andere Bereiche ihres Lebens. BHs kann Emily nur für viel Geld in Übergrößen kaufen. Die Büstenhalter scheuern dann aber durch das Gewicht ihrer XXL-Brüste auf ihrer Haut.
Frau will sich mit Spenden Brustverkleinerung finanzieren
Der 34-Jährigen, die im Gesundheitsdienst arbeitet, passen durch ihren riesigen beispielsweise keine Röntgenschutzkittel. Dadurch könnte sie bei einer Aufnahme nicht richtig vor Strahlung geschützt werden, muss deshalb in solchen Moment den Raum verlassen.
Fiese Kommentare von anderen Menschen über ihren Vorbau setzen ihr psychisch immer wieder zu. Oft will sie deshalb erst gar nicht vor die Tür gehen.
Emily wurde bereits eine Operation, bei der ihre Brüste verkleinert werden, verweigert. Das Gesundheitssystem begründete seine Entscheidung damit, dass der BMI der 34-Jährige noch zu hoch sei.
Um die Voraussetzungen zu erfüllen, müsse Emily noch 38 Kilogramm loswerden. "Ich habe zwar abgenommen und mein Körperumfang ist überall zurückgegangen, aber meine Brüste haben immer noch dieselbe Größe. Ein Großteil meines BMI entfällt tatsächlich auf meine Brüste", erklärt die 1,52 Meter große Frau.
In ihrer Verzweiflung startete Emily deshalb im September eine Spendenkampagne auf GoFundMe, um sich die OP selbst finanzieren zu können. Sie wolle endlich "ein normales Leben" führen können. Noch fehlt viel Geld, um das Spendenziel von 5500 Pfund (rund 6500 Euro) zu erreichen.