Das soll erlaubt sein? Polizei bastelt Ganoven Lego auf den Kopf

Kalifornien (USA) - Die Social-Media-Abteilung der Polizei von Murrieta im US-Bundesstaat Kalifornien hat bei jeder Verhaftung ihren Spaß. Gefangene werden mit Lego-Gesichtern unkenntlich gemacht und bei Instagram veröffentlicht. Damit reagieren die Beamten auf ein neues Gesetz.

Traurig und grimmig: Dieses Verbrecherduo ist sich offenbar nicht einig.
Traurig und grimmig: Dieses Verbrecherduo ist sich offenbar nicht einig.  © Screenshot/Instagram/murrietapd

Zugegeben, es ist schon ganz witzig anzusehen, was sich das Murrieta Police Department da hat einfallen lassen.

Seit dem 1. Januar dieses Jahres dürfen in Kalifornien keine Fotos von Kleinganoven mehr veröffentlicht werden. Laut New York Post fallen alle "gewaltfreien Straftaten" in diese Kategorie.

Weil die US-Polizei aber gerne vermeldet, wen sie da so alles dingfest gemacht hat, musste sie kreativ werden. Der Behörde in Murrieta ist das gelungen.

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Dort werden seit einiger Zeit Verbrecher-Fotos mit digitalen Lego-Klötzen verziert, die verschiedene Gesichtsausdrücke symbolisieren sollen. Meistens so, dass die Mimiken perfekt zum Foto passen.

Dieser Herr scheint verzweifelt zu sein - sagt zumindest sein "Gesicht".
Dieser Herr scheint verzweifelt zu sein - sagt zumindest sein "Gesicht".  © Screenshot/Instagram/murrietapd
Sieht nach dem echten Shrek aus, ist aber nur eine Fotomontage der Polizei. Hinter dem grünen Monstergesicht versteckt sich ein Mensch in Handschellen.
Sieht nach dem echten Shrek aus, ist aber nur eine Fotomontage der Polizei. Hinter dem grünen Monstergesicht versteckt sich ein Mensch in Handschellen.  © Screenshot/Instagram/murrietapd

Polizei will trotz neuem Gesetz zeigen, was in Murrieta passiert

Ob sich der Polizist seine beiden Gefangenen mit Legokopf vorstellt?
Ob sich der Polizist seine beiden Gefangenen mit Legokopf vorstellt?  © Screenshot/Instagram/murrietapd

"Das Murrieta Police Department ist stolz auf seine Transparenz gegenüber der Gemeinschaft, respektiert aber auch die Rechte und den Schutz, den das Gesetz jedem gewährt, selbst Verdächtigen", schrieb die Behörde bei Instagram.

Allerdings ist die Art und Weise, wie mit den Fahndungs- und Festnahme-Fotos umgegangen wird, nicht ganz neu für die Beamten. Das Murrieta PD verschleiert die Gesichter von Verdächtigen bereits seit einigen Jahren mit komischen Emojis oder Bildern von Comic-Figuren.

"Unser Ziel ist es, unsere Bürger darüber zu informieren, was in der Stadt, in der wir alle leben, vor sich geht und welche Arbeit die Polizei im Namen der Bürger leistet", so die Beamten.

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Das Verwenden von Photoshop scheint ein zeitaufwendiger Teil der täglichen Arbeit zu sein. Um Gesetze zu umgehen, werden eben nicht nur Kriminelle kreativ.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/murrietapd

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