Dutzende Schülerinnen von Zeugnisausgabe ausgeschlossen - wegen ihrer Fingernägel!

Sydney (Australien) - Eigentlich wollten sich Schülerinnen einer zehnten Klasse nur für den Abschlussball aufhübschen. Doch genau das wurde ihnen zum Verhängnis!

Der Vorfall ereignete sich an einer reinen Mädchenschule in Sydney. (Symbolbilder)
Der Vorfall ereignete sich an einer reinen Mädchenschule in Sydney. (Symbolbilder)  © Montage: 123rf/natkinzu, Jane Barlow/PA Wire/dpa

Am Montag sollte um 9.15 Uhr (Ortszeit) eigentlich die feierliche Zeugnisübergabe für die zehnten Klassen an einer Schule in Sydney stattfinden.

Doch mehrere Dutzend Schülerinnen konnten nicht an dieser teilnehmen - aufgrund ihrer künstlichen Fingernägel, wie news.com berichtet.

Denn laut dem Dresscode der Schule dürfen die Schülerinnen sich nicht die Fingernägel lackieren, geschweige denn künstliche tragen.

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Für den anstehenden Abschlussball hatten die Eltern der Mädchen aber eine Ausnahme gemacht, die sie teuer zu stehen kam.

Die Familien wunderten sich, warum die Zeremonie eine Stunde später begann. Teilweise mussten Erziehungsberechtigte den Veranstaltungsort sogar verlassen, weil sie noch Termine hatten!

Als dann ihre Kinder teilweise nicht den Raum betreten durften beziehungsweise ihre Namen nicht bei der Zeugnisübergabe vorgelesen wurden, waren sie schockiert.

Da dies alles nur wegen neutral lackierter Fingernägeln geschah und einzelne Lehrkräfte rot lackierte Fingernägel hatten, wandten sich die Eltern empört an den Schulleiter.

Der Direktor hatte für die Situation der Schülerinnen jedoch wenig Verständnis.

Schülerinnen mussten getrennt von ihren Freunden sitzen

Da einige Lehrkräfte selbst rote Fingernägel hatten, waren die Eltern besonders empört. (Symbolbild)
Da einige Lehrkräfte selbst rote Fingernägel hatten, waren die Eltern besonders empört. (Symbolbild)  © 123RF/tanitako

Eine Mutter einer der betroffenen Schülerinnen hatte zwar Verständnis für die Schule, da Regeln auch umgesetzt werden müssten, trotzdem seien einzelne Lehrkräfte in dem Fall zu weit gegangen.

"Dies waren vier Jahre ihres Lebens - während Covid und Lockdown. Ich verstehe, dass Regeln gelten, aber sie so zu behandeln, ist nicht in Ordnung. Es ist Mobbing und eine Form der Einschüchterung und Ächtung dieser Mädchen, und das kann man heutzutage nicht mehr tun", wird die Frau zitiert.

Einige der Erziehungsberechtigten behaupten, dass rund 70 Schülerinnen von der Zeremonie komplett ausgeschlossen worden sein sollen.

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Vertreter der Schule berichteten gegenüber der Zeitung, dass "nur" 57 abwesend waren.

Das Schulamt des Bezirks, in dem die Schule sich befindet, hat angekündigt, mit der Schule und dem Bildungsministerium sowie der Bildungsministerin über die Angelegenheit zu sprechen.

Titelfoto: Montage: 123rf/natkinzu, Jane Barlow/PA Wire/dpa

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