Erst Krebs-Diagnose, dann Vollsuff: Tourist trinkt "30 bis 40 Bier" und entführt Flamingo aus berühmtem Hotel

Las Vegas (USA) - Was hat er sich dabei bloß gedacht? Ein Tourist aus Kanada wollte im März dieses Jahres all seine Sorgen im Glücksspiel-Mekka Las Vegas vergessen. Er schaltete sein Handy aus, genehmigte sich laut eigenen Angaben über den Tag 30 bis 40 Bier, zockte und tat dann etwas, das ihn jüngst vor Gericht brachte.

Mitchell Fairbarn (34) wurde in Gerichtsunterlagen unkenntlich gemacht. Trotzdem steht er jetzt dumm da.  © Las Vegas Justice Court

Eigentlich scheint Mitchell Fairbarn ein ganz normaler Typ von nebenan zu sein. Der 34-Jährige ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt irgendwo im Nirgendwo. Dass er sich mal wegen Tierquälerei verantworten muss, hatte er selbst nicht geahnt.

Ihm wird vorgeworfen, betrunken den Flamingo Peachy aus dem weltberühmten Flamingo Hotel & Casino in Las Vegas gestohlen und verschleppt zu haben.

Laut "FOX5" sagte Fairbarn am vergangenen Freitag aus, dass er kurz vor seinem US-Trip zu einer internationalen Baumesse die Diagnose Krebs erhalten habe. In Vegas habe er abseits von Frau und Kids die Chance nutzen wollen, um mal richtig die "Sau rauszulassen" und alle Sorgen zu vergessen.

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Ende vom Lied war, dass der Kanadier kurz vor Anbruch eines neuen Tages vor dem Flamingo-Gehege des Hotels stand, dort den betagten Vogel sah (Peachy war zum Zeitpunkt seiner Entführung 27 Jahre alt) und beschloss, das Tier für ein paar Minuten mit auf sein Hotelzimmer zu nehmen.

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Mitchell Fairbarn bricht während Verhandlung in Tränen aus

Flamingo-Entführer bezeichnet Tat als "albernen Scherz"

Flamingo Peachy wurde aus dem berühmten Flamingo Hotel & Casino in Las Vegas entführt. (Archivfoto)  © Foto von ETHAN MILLER / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Bilder und Videos in den sozialen Medien zeigen, wie Fairbarn den Flamingo oberkörperfrei am Schlafittchen packt, durch einen Hotelflur trägt und mit ihm im Fahrstuhl fährt. Polizisten setzten dem Treiben dann ein Ende.

Vor Gericht bezeichnete er die Entführung als "albernen Scherz", böse Absichten will Fairbarn nicht gehabt haben. "Ich dachte, das wäre etwas, worüber wir für den Rest unseres Lebens Witze machen könnten", sagte der 34-Jährige.

Zum Lachen war dem Kanadier danach nicht mehr zumute, er brach während des Gerichtstermins in Tränen aus. Im Laufe dieser Woche soll ein Urteil zum Fall gesprochen werden. Im Internet wurde Fairbarn bereits abgestraft. "H***nsohn" war noch einer der freundlicheren Kommentare zu seinem Verhalten.

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Flamingo Peachy musste derweil einige Federn lassen und noch mehrere Wochen nach seiner Entführung Schmerzmittel nehmen. Inzwischen ist der Vogel wieder fit.

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