Familie zieht in Haus ein: Was der Vorbesitzer zurückgelassen hat, löst Polizeieinsatz aus

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Portland (USA) - Schock nach Umzug ins neue Eigenheim! Eigentlich wollte Mat Reichardt aus Portland im US-Bundesstaat Oregon nur den Wasseranschluss im frisch bezogenen Haus finden – doch plötzlich hielt er etwas ganz anderes in der Hand, was kurz darauf sogar für einen Polizeieinsatz sorgte: Zwischen altem Gerümpel lag eine offenbar jahrzehntealte Militärgranate.

Der neue Hausbesitzer dachte, er war auf ein altes Rohr gestoßen - dies entpuppte sich beim Öffnen aber als Granate! (Symbolfoto)
Der neue Hausbesitzer dachte, er war auf ein altes Rohr gestoßen - dies entpuppte sich beim Öffnen aber als Granate! (Symbolfoto)  © 123RF/mansum007

Eigentlich hatte der Vorbesitzer an fast alles gedacht. Der ehemalige Elektriker hatte im gesamten Haus detaillierte Anweisungen hinterlassen. Doch ausgerechnet zwei wichtige Dinge hatte er nicht erwähnt: Wo sich das Absperrventil für die Außenwasseranschlüsse befindet und warum neben dem Haus eine Handgranate lag.

Auf der Suche nach dem Wasseranschluss fiel Reichardt laut "Newsweek" ein altes, verrostetes Rohr mit Deckel auf. Neugierig hob er den vermeintlichen Rohrverschluss an – und traute seinen Augen kaum. Statt eines Rohrs kam ein Behälter zum Vorschein. Als er den Deckel öffnete, erkannte er sofort einen Sicherungsstift und einen Zünder. Der US-Amerikaner hielt eine echte Granate in seinen Händen!

Dass es sich um einen gefährlichen Gegenstand handeln könnte, wurde ihm schnell klar. Sein Wissen verdankte er ausgerechnet Videospielen. Obwohl er seit 20 Jahren nicht mehr gezockt hatte, erinnerte er sich an ähnliche Gegenstände aus dem Xbox-Spiel "Battlefield".

10.600 Dosen in zwei Jahren: Alle hielten diesen Vater für verrückt - dann fährt er mit dem Pfandgeld ins Disneyland
Kurioses 10.600 Dosen in zwei Jahren: Alle hielten diesen Vater für verrückt - dann fährt er mit dem Pfandgeld ins Disneyland

Er vermutete zunächst, dass es sich um eine Blend-, Rauch- oder Thermitgranate handeln könnte. Reichardt ging auf Nummer sicher und alarmierte die Polizei, die nach ihrem Eintreffen sofort den Kampfmittelräumdienst hinzuzogen.

Kampfmittelbeseitigungsdienst transportiert Granate ab

Beim Fundstück handelte es sich offenbar um eine Rauchgranate des Militärs. (Symbolfoto)
Beim Fundstück handelte es sich offenbar um eine Rauchgranate des Militärs. (Symbolfoto)  © 123rf/ cobzistani

Die Einsatzkräfte sperrten das Grundstück sowie die Straße ab und untersuchten den verdächtigen Gegenstand mit einem Röntgengerät. Das Ergebnis: Es handelte sich tatsächlich um eine Rauchgranate. Da die Munition offenbar aus Militärbeständen stammte, sollte sie nach Vorschrift zu einem nahe gelegenen Militärstützpunkt gebracht und dort fachgerecht entsorgt werden.

Warum eine Militärgranate neben seinem neuen Zuhause lag, beschäftigt Reichardt bis heute. Er vermutet, dass der frühere Eigentümer den Gegenstand möglicherweise als Teil irgendwelcher Sicherheitsvorkehrungen gegen Eindringlinge dort versteckt hatte.

Wie gefährlich der Fund tatsächlich war, zeigt die Einschätzung eines Experten. Robert Burrell, ehemaliger US-Marine-Kämpfer vom "Global and National Security Institute der University of South Florida" identifizierte das Fundstück als höchstwahrscheinlich amerikanische Militärmunition mit einem Zünder vom Typ M201A1. Dieser wurde unter anderem bei der Rauchgranate M18 und der Thermit-Brandgranate AN-M14 verwendet. Letztere hat es besonders in sich: Ihre Thermit-Mischung kann Temperaturen von mehr als 2200 Grad Celsius entwickeln!

Influencer gaukelt Pizza-Mitarbeiter Diebstahl vor - dann sammelt das Netz 740.000 Dollar für den Familienvater
Kurioses Influencer gaukelt Pizza-Mitarbeiter Diebstahl vor - dann sammelt das Netz 740.000 Dollar für den Familienvater

Auch der rostige Zustand sei keineswegs ein Grund zur Entwarnung. Burrell macht deshalb eindringlich klar: Solche Fundstücke niemals anfassen oder bewegen, andere Menschen fernhalten und sofort die Polizei verständigen.

Mittlerweile kann Reichardt über den kuriosen Vorfall lachen: "Hoffentlich war das die letzte Granate auf dem Grundstück."

Titelfoto: 123RF/mansum007

Mehr zum Thema Kurioses: