Frau entdeckt Gemälde für 27 Euro in Secondhandladen: Als sie tatsächlichen Wert erfährt, klappt ihr die Kinnlade runter
Queen Creek (Arizona) - Es ist der Traum eines jeden Schnäppchenjägers, beim Stöbern in einem Gebrauchtwarenladen auf einen Schatz zu stoßen, der deutlich unter seinem Wert verkauft wird. Eine Frau aus Arizona durfte genau das jetzt erleben, als sie in einem Secondhandladen ein Gemälde entdeckte, das deutlich wertvoller war, als man auf den ersten Blick vermutet hätte.
Sara, die auf Instagram unter dem Namen "thriftswithsara" ihre Follower regelmäßig auf Schatzjagd in Gebrauchtwarenläden mitnimmt, berichtet jetzt von einem Kunstwerk, was sie zunächst eigentlich nur objektiv betrachtet hübsch fand und deshalb mit nach Hause nehmen wollte.
Dass sich dahinter noch viel mehr verbarg, sollte sie erst beim genaueren Blick auf das Gemälde realisieren.
Gegenüber Newsweek erzählt sie, dass es zunächst die Größe des Bildes und die professionelle Rahmung waren, die ihre Aufmerksamkeit auf sich zogen. Das Bild, das einen Garten voller Blumen am Rande eines Waldes zeigt, wurde im Secondhandladen für schlappe 30 Dollar (umgerechnet rund 27 Euro) angeboten.
"Als ich näher heranging und sah, dass es mit Bleistift signiert – also kein bloßer Druck – und zudem nummeriert war, wurde mir klar, dass genau darin der eigentliche Wert liegt", erinnert sich Sara an die zwei Details, die sie vermuten ließen, dass sie da etwas ganz Besonderes vor sich hatte.
30-Dollar-Gemälde aus Secondhandladen ist kleiner Schatz
Nach dem Kauf fand sie heraus, dass es sich um das Werk "Enchanted Forest" (zu Deutsch "Verzauberter Wald") vom Künstler John Powell handelt. Der gebürtige Kalifornier hatte bereits im Alter von 16 Jahren angefangen zu malen und war vor allem für seine präzisen und detailreichen Kompositionen bekannt. Er verstarb im vergangenen Jahr im Alter von 94 Jahren.
Saras Fund war eine Serigrafie, also eine Form des Siebdrucks, bei der Farbe mit einem Rakel durch ein feinmaschiges Gewebe auf Papier, Stoff oder andere Materialien gedrückt wird. Eine Schablone deckt dabei die Stellen ab, die ungefärbt bleiben sollen. Für jede Farbe braucht man meist ein eigenes Sieb.
Die Schnäppchenjägerin vermutet, dass ihr Exemplar des Powell-Werks um die 1000 Euro wert ist. Verkaufen will sie das Bild allerdings nicht. "Ich war total begeistert, als ich es zum ersten Mal sah – es hat mir einfach gefallen und ich wollte es für mein Zuhause haben."
Das Gemälde hat nun einen Platz in ihrem Zuhause gefunden und reiht sich in die vielen gebrauchten Gegenstände ein, die Sara zuvor in Gebrauchtwarenläden entdeckt hat und die nun ihre Wohnung füllen.
Titelfoto: Bildmontage/Screenshot/Instagram/thriftswithsara

