Frau wird per künstlicher Befruchtung schwanger: 40 Jahre später bringt DNA-Test schreckliche Wahrheit ans Licht

Wisconsin (USA) - Vor 40 Jahren verschaffte ein Arzt in den USA einer Frau großes Glück: Er verhalf ihr per künstlicher Befruchtung zu einem Sohn. Was die Patientin nicht ahnte: Der Mediziner war in den Vorgang offenbar weit mehr verwickelt als geplant. Erst ein DNA-Test soll jetzt die ganze widerliche Wahrheit ans Licht gebracht haben.

Eine Frau aus den USA wurde vor mehr als 40 Jahren dank künstlicher Befruchtung schwanger. Was sie aber nicht ahnte: Der behandelnde Arzt nutzte dafür offenbar sein eigenes Sperma. (Symbolfoto)  © 123rf/subinpumsom

Mary Ellen Lukezich, mittlerweile 71 Jahre alt, hat Klage gegen den Arzt Dr. Frederick Dettmann eingereicht. Sie wirft dem Mediziner vor, bei der Behandlung in den frühen 1980er-Jahren sein eigenes Sperma verwendet zu haben.

Eigentlich war der US-Amerikanerin damals der Samen eines "gesunden, jungen Medizinstudenten" versprochen worden.

Dass der Skandal nun überhaupt herauskam, lag an einem DNA-Test, den Lukezichs Sohn Joseph Laedtke Heider gemacht hatte, um mehr über seine Abstammung zu erfahren.

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Der Test führte ihn direkt zur Familie von Dr. Dettmann und enthüllte, dass der heute 91-Jährige sein biologischer Vater ist. Und nicht nur das!

"Ich erhielt eine E-Mail von Ancestry - dem Unternehmen, bei dem ich den DNA-Test bestellt hatte -, dass ich eine Halbschwester hätte", erklärt Heider gegenüber NBC News. Laut Analyse würden insgesamt neun Halbgeschwister existieren, deren Mütter sich vermutlich einst der gleichen Behandlung bei Dr. Dettmann unterzogen hatten.

"Worte können nicht vollständig ausdrücken, wie es sich anfühlt zu erfahren, dass die eigene Identität auf einer Lüge beruht", so Heider auf einer Pressekonferenz im Juni.

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Arzt soll bei künstlicher Befruchtung eigenes Sperma genutzt haben

Als ihr Sohn per DNA-Test mehr über seine Abstammung erfahren wollte, stieß er auf die unvorstellbare Wahrheit. (Symbolfoto)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Seine Mutter bezeichnet das Verhalten ihres damaligen Arztes als "unbegreiflich". Als ihr Sohn ihr im Dezember 2024 von seiner schockierenden Entdeckung berichtete, wurde sie nicht nur furchtbar wütend: "Ich fühle mich, als wäre ich vergewaltigt worden. Und das ist nicht in Ordnung."

Der beschuldigte Mediziner bestreitet aktuell jegliches Fehlverhalten. "Die angesprochenen Vorfälle sollen sich vor fast 50 Jahren ereignet haben. Dr. Dettmann hat keine eigene Erinnerung an die Personen, die diese Anschuldigungen erheben, und ihm sind keine Beweise bekannt, die die erhobenen Vorwürfe stützen würden", heißt es in einer Stellungnahme seines Anwaltsteams.

Joseph Laedtke Heider hofft nun, dass der Arzt für den Schmerz, den dieser seiner Mutter zugefügt hat, zur Rechenschaft gezogen wird. Seit der öffentlichen Pressekonferenz zum Fall hätten sich laut Al Foeckler, dem Anwalt von Mutter und Sohn, bereits weitere betroffene Familien gemeldet.

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"Für mich steht außer Frage, dass dieser Mann ein Serientäter war, der Frauen gezielt zum Opfer machte", sagt er. "Diese Familien suchen Kinderwunschärzte in einer Phase auf, in der sie voller Hoffnung, aber auch völlig hilflos sind."

Dr. Dettmann hätte die Verzweiflung ausgenutzt und ihr Vertrauen missbraucht.

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