Pastor soll Tod seiner Tochter vorgetäuscht haben: 15-Jährige wacht plötzlich im Sarg auf

Guatemala - Schock bei einer Trauerfeier in Guatemala: Während der Totenwache einer 15-Jährige, wacht diese plötzlich in ihrem eigenen Sarg auf. Ihr Vater hatte sie offenbar Stunden vorher selbst für tot erklärt. Nun ermittelt die Polizei gegen den Pastor.

Bei einer Totenwache in Guatemala erwachte die vermeintliche Tote plötzlich in ihrem Sarg.  © Bildmontage/Screenshot/X/@SymplyXaoRae

Abraham Ixcotoyac wird vorgeworfen, den Tod seiner 15-jährigen Tochter vorgetäuscht zu haben.

Yuleidy war Anfang Oktober bewusstlos geworden, woraufhin ihr Vater sie in ein Krankenhaus bringen wollte. Da der evangelikale Pastor bei ihr aber weder Atmung noch einen Puls feststellen konnte, glaubte er, dass die 15-Jährige unterdessen verstorben sei.

Statt sie dennoch einem Arzt vorzustellen, besorgte er laut Need To Know einen Sarg, legte sie hinein und brachte sie wieder nach Hause. Anschließend begann er Yuleidys Beerdigung vorzubereiten.

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Acht Stunden später wurde der Teenager inmitten von Angehörigen und Freunden aufgebahrt. Plötzlich begann sich die 15-Jährige vor der schockierten Trauergesellschaft im Sarg zu regen, öffnete die Augen und setzte sich schließlich hin.

Ihre Mutter, Lesvia Ríos, erklärte im Nachhinein überwältigt: "Ich habe immer wieder gesagt, dass sie lebt; sie ist nicht tot." Sie war es, die die ersten Bewegungen des Mädchens registrierte, als sie sich weinend über den Sarg gebeugt hatte.

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Jugendliche spricht von "Wunder"

Die 15-Jährige war offenbar von ihrem Vater fälschlicherweise für tot erklärt worden.  © Bildmontage/Screenshot/X/@SymplyXaoRae

Yuleidy berichtet, dass sie vor ihrer Bewusstlosigkeit starke Schmerzen im Herzbereich verspürt hatte. "Es fühlte sich schwer an, und dann wurde mir schwarz vor Augen", so die 15-Jährige. Sie selbst beschreibt dem Vorfall als "Wunder".

Ganz anders sieht dies die lokale Staatsanwaltschaft. Man untersuche jetzt, warum Yuleidy ohne ein ärztliches Attest für tot erklärt wurde. Die Ermittler prüfen außerdem, ob die Vortäuschung einer Straftat, grobe Fahrlässigkeit oder andere Unregelmäßigkeiten vorliegen.

Derweil bestätigte das Nationale Institut für Gerichtsmedizin (INACIF), dass die Jugendliche nie in eine Leichenhalle gebracht wurde und auch keine offizielle Sterbeurkunde existiert.

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Sollte ihr Vater Abraham strafrechtlich für den Vorfall verantwortlich gemacht werden, drohen dem Pastor bis zu fünf Jahre Haft.

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