Rentnerin winkt vergeblich: Flixbus lässt 69-Jährige an Raststätte zurück

Heidelberg - Auf ihrer Busreise wollte die 69-jährige Monika Wenzel lediglich eine kurze Pinkelpause einlegen. Doch als sie am Sonntagmittag aus der Raststätte an der A6 kam, traute sie ihren Augen kaum.

Die Seniorin hatte ihren zweiten Sohn in Nürnberg besucht und befand sich nun auf dem Heimweg Richtung Heidelberg. (Symbolbild)
Die Seniorin hatte ihren zweiten Sohn in Nürnberg besucht und befand sich nun auf dem Heimweg Richtung Heidelberg. (Symbolbild)  © 123RF/philipus

Ihr Flixbus hatte sich bereits in Bewegung gesetzt und fuhr geradewegs in Richtung Autobahnauffahrt davon. Die verzweifelte Rentnerin eilte hinter dem Bus her und versuchte, durch Winken vergeblich auf sich aufmerksam zu machen.

Der Reisebus samt ihres Koffers waren auf und davon. "Zum Glück habe ich meine Handtasche mit dem Handy mitgenommen. Aber es ist ein absoluter Albtraum", erzählte Wenzel gegenüber Bild.

Geistesgegenwärtig verständigte Monika ihren Mann sowie Sohn, die sich kurzerhand einen Plan überlegten. Während sich ihr Mann auf den Weg nach Heidelberg machte, um den Koffer abzuholen, durfte ihr Sohn seine Mutter aus der quälenden Hitze retten.

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Fast zwei Stunden stand die Rentnerin auf heißem Asphalt, bis ihr Retter in der Not eintraf. Dieser legte rund 101 Kilometer mit seinem Elektroauto zurück.

Doch Wenzel hatte sich nicht etwa in der Zeit vertan. Das Busunternehmen bestätigte später, dass der Fehler bei Flixbus lag. Wie GPS-Daten bestätigten, sei die fünfminütige Pause nicht eingehalten worden.

Titelfoto: 123RF/philipus

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