Bremen - Unfassbar! Die Sonnenfinsternis hat am Mittwoch in Bremen für ein Verkehrschaos gesorgt. Teilweise parkten Fans des Naturspektakels auf der A27.
"Mehrere Hundert Schaulustige hatten sich offenbar einen besonders guten Blick auf das Himmelsspektakel erhofft - bei der Parkplatzsuche verdunkelte sich die Stimmung allerdings stellenweise", teilte die Polizei am Donnerstag mit.
Demnach war die Mülldeponie am Fahrwiesendamm nahe der Autobahnzufahrt der A27 der beliebteste Aussichtspunkt am Mittwochabend.
In der Umgebung waren schnell alle Parkplätze vergeben und den Fährwiesendamm teilten sich mangels Fußwegen sämtliche Verkehrsteilnehmer, wodurch laut Polizei zeitweise gar nichts mehr ging.
Das sorgte für einen kilometerlangen Stau auf der A27. Besonders dreist: Über 50 Autos wurden kurzerhand auf der Autobahn abgestellt, um das Spektakel nicht zu verpassen!
"Einige Verkehrsteilnehmer zeigten bei der Suche nach einer alternativen Route zudem bemerkenswerte Kreativität", heißt es in der Mitteilung.
Mehrfach hätten die Polizisten verhindern müssen, dass Autofahrer entgegen der Fahrtrichtung auf die Autobahn fuhren.
Autofahrer ignorieren Polizei
Auch der Rastplatz Fahrwiesen war so beliebt, dass die Zufahrt nicht mehr möglich war. Auf den Brücken über der A27 sammelten sich teilweise bis zu hundert Menschen an, die friedlich die Sonnenfinsternis erleben wollten.
Für die Polizei sorgte das Spektakel in erster Linie für reichlich Schreib- und Überzeugungsarbeit. Mehr als 110 Ordnungswidrigkeitsanzeigen fertigten die Beamten an, darunter 80 wegen Parkens auf der Autobahn.
Mehrere Autofahrer hätten zudem die Aufforderung der Kräfte ignoriert, die Fahrzeuge zu entfernen.
"Erst die Aussicht, dass nicht nur die Sonne, sondern möglicherweise auch das eigene Auto vorübergehend aus dem Blickfeld verschwinden könnte, sorgte schließlich für Bewegung", so die Polizei.
Drei Autofahrer mussten den Rückweg zu Fuß angehen, da ihre Wagen abgeschleppt wurden.