Vater lässt kleine Tochter mitten in der Nacht auf Gehweg zurück: Seine Begründung bringt ihn vor Gericht

Charleston (USA) - 30 Jahre Pokémon: Ein Jubiläum, das eigentlich vor allem für Kinder 2026 groß gefeiert werden sollte, doch offenbar auch bei Erwachsenen mal eine Sicherung durchbrennen lassen kann. So auch im US-Bundesstaat South Carolina, wo ein Vater seine eigene Tochter (6) mitten in der Nacht auf einem Gehweg schlafen ließ, um an besonders gehypte Sammelkarten zu kommen.

Michael Dooley (35) muss sich nun sogar vor Gericht verantworten.  © Montage: Cass County Jail

Vor einem Laden der Supermarkt-Kette Target in Charleston soll Michael Dooley (35) Freitagnacht sein nur sechs Jahre altes Kind mit Kissen und Decke ausgestattet - und dann um 1 Uhr nachts alleine sitzen gelassen haben!

Wie der Daily Star unter Berufung auf Polizeiangaben berichtet, soll das Mädchen ohne ihren Vater auf dem Gehweg in einer Schlange voller Pokémon-Fans geschlafen haben.

Dooley ließ seine Tochter demnach nicht nur mit ihm gemeinsam kampieren, sondern ließ sie kurzerhand alleine zurück, während er sich aus dem Staub machte. Um 2.30 Uhr riefen andere Menschen aus der Schlange schließlich die lokalen Behörden an, weil sie sich Sorgen machten.

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Dooley wollte wie die anderen Wartende eigentlich an die neusten Pokémon-Karten aus der Reihe "Mega Evolution – Delta Reign" sowie aus der Jubiläums-Serie kommen. Die Sammelkarten haben in den vergangenen Jahren einen neuen, weltweiten Hype erfahren, der insbesondere in den USA für lange Schlangen, ein florierendes Tauschgeschäft und Online-Bieterkriege sorgt.

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Das Geschehen nahm vor einer Target-Filiale seinen Lauf. (Symbolfoto)  © dpa | Andrew Gombert
30 Jahre Pokémon belfügten in diesem Jahr noch einmal den Sammelkarten-Hype.  © dpa | Lars Penning

Rabenvater muss sich vor Gericht verantworten

Die Polizei traf vor Ort ein und wartete auf den Rabenvater. Der 35-Jährige ließ seine eigene Tochter zurück, damit er eigenen Aussagen zufolge "seinen Platz in der Schlange beibehalten und nicht die Gelegenheit verpassen [würde], die Karten zu kaufen."

Statt die erwünschten Karten zu bekommen, wurde der US-Amerikaner festgenommen.

Seine Kaution liegt bei umgerechnet mehr als 35.000 Euro. Am 12. Dezember soll Dooley einem Richter vorgeführt werden. Seine Tochter wurde vom Sozialdienst des Bundesstaates South Carolina in vorläufige Schutzobhut genommen.

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