Nächster Lufthansa-Streik trifft mehr als 100.000 Passagiere

Frankfurt am Main - Mehr als 100.000 Reisende könnten betroffen sein: Das Bodenpersonal der Fluggesellschaft Lufthansa wird von Dienstagmorgen an die Arbeit niederlegen. Gestreikt werden soll an den Flughäfen in Frankfurt am Main, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart.

Schon vor gut eineinhalb Wochen war das Bodenpersonal der Lufthansa in Streik getreten.
Schon vor gut eineinhalb Wochen war das Bodenpersonal der Lufthansa in Streik getreten.  © Ardavan Safari/dpa

Zu der Arbeitsniederlegung hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Der Warnstreik soll bis Mittwochmorgen andauern. Hunderte Flüge dürften ausfallen.

Im Cargo- und Technik-Bereich soll der erneute Ausstand des Bodenpersonals laut Lufthansa sogar bereits am Montagabend (20 Uhr) beginnen.

Erst vor gut eineinhalb Wochen hatte Verdi das Bodenpersonal zu einem 27-stündigen Warnstreik aufgerufen - als Folge fielen damals 900 Flüge aus.

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Hintergrund des Warnstreiks des Lufthansa-Bodenpersonals sind die konzernweiten Vergütungstarifverhandlungen für die laut Verdi rund 25.000 Beschäftigten am Boden - unter anderem bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Technik, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik Logistik Services, Lufthansa Engineering and Operational Services sowie weiteren Konzerngesellschaften.

Lufthansa spricht von rund 20.000 Beschäftigen. Die Tarifverhandlungen sollen an diesem Mittwoch fortgesetzt werden.

Piloten-Streik bei Lufthansa-Tochter Discover dauert am Montag weiter an

Die Passagiere der Lufthansa müssen sich weiterhin auf Flugausfälle einstellen: Von Dienstagmorgen an wird erneut das Bodenpersonal die Arbeit niederlegen.
Die Passagiere der Lufthansa müssen sich weiterhin auf Flugausfälle einstellen: Von Dienstagmorgen an wird erneut das Bodenpersonal die Arbeit niederlegen.  © Lando Hass/dpa

Der Streik des Bodenpersonals schließt sich fast nahtlos an den noch am heutigen Montag (bis 23.59 Uhr) andauernden dreitägigen Pilotenstreik bei der Lufthansa-Tochter Discover an.

Der Ausstand bei der Ferienfluggesellschaft hatte am Wochenende zu Flugausfällen in Frankfurt und München geführt. Für diesen Montag hofft das Unternehmen, zwei Drittel sämtlicher Flüge anbieten zu können. Bei gestrichenen Flügen wollte der Konzern entweder Jets anderer Konzerngesellschaften einsetzen oder die betroffenen Passagiere umbuchen.

Für Montagvormittag hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) auch Piloten der Muttergesellschaft Lufthansa zu einem Solidaritätsstreik für die Discover-Kollegen aufgerufen. Bestreikt werden über einen Zeitraum von vier Stunden nur Flugzeuge vom Typ Boeing 787, von dem die Lufthansa bislang erst fünf Exemplare besitzt.

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In dem geplanten Streikzeitraum sind nach Angaben der Airline vier Abflüge potenziell betroffen. Hier sei man aber zuversichtlich, dass diese Abflüge wie geplant erfolgen. Andere Flugzeugtypen sind nicht betroffen.

Titelfoto: Ardavan Safari/dpa

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