Mercedes verschärft Sparkurs: Sonderzahlung verschoben

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Von Robin Wille

Stuttgart - Der Autobauer Mercedes-Benz verschärft seinen Sparkurs. Der Dax-Konzern verschiebt eine für den Juli vorgesehene tarifliche Sonderzahlung auf das kommende Jahr.

Es geht um eine Sonderzahlung mit 18,4 Prozent des Monatslohns, die nun auf das nächste Jahr verschoben wurde.
Es geht um eine Sonderzahlung mit 18,4 Prozent des Monatslohns, die nun auf das nächste Jahr verschoben wurde.  © Bernd Weißbrod/dpa

Das geht aus einem Schreiben an die Beschäftigten in Deutschland hervor, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Um welche Summe es insgesamt geht, war zunächst unklar. Bei der Sonderzahlung handelt es sich um den jährlichen "Transformationsbaustein", der 18,4 Prozent vom regelmäßigen individuellen Monatsentgelt beträgt.

Die strukturellen Kosten in Deutschland - insbesondere die Arbeitskosten - seien im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig, hieß es.

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Zugleich will das Management mit dem Betriebsrat in den kommenden Wochen über eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich sprechen, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Laut Tarifvertrag arbeiten die Beschäftigten zurzeit 35 Stunden in der Woche.

Situation laut Vorstand dramatisch

Zölle, negative Wechselkurseffekte und der intensive Wettbewerb in China hätten die Ergebnisse belastet.
Zölle, negative Wechselkurseffekte und der intensive Wettbewerb in China hätten die Ergebnisse belastet.  © Bernd Weißbrod/dpa

In dem Brief schrieb der Vorstand, dass man "weiterhin mit Hochdruck die Kosten senken" müsse, um bei den Preisen für die Produkte wettbewerbsfähig zu bleiben.

"Trotz all unserer Anstrengung ist die Situation heute in Deutschland dramatisch", hieß es darin. Jede Vergabe neuer Produkte, jede Zuweisung von Aufgaben an deutsche Standorte verschlechtere die relative Kostenposition von Mercedes.

Mercedes hat seit Längerem mit Rückschlägen zu kämpfen. Im ersten Quartal dieses Jahres sank das Konzernergebnis um 17,2 Prozent. 2025 war der Gewinn um knapp die Hälfte von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen, nachdem es schon 2024 schlechter gelaufen war.

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Zölle, negative Wechselkurseffekte und der intensive Wettbewerb in China hätten die Ergebnisse belastet, hieß es. Rückläufig waren auch Absatz und Umsatz.

Die Schwaben hatten darauf reagiert und vor etwas mehr als einem Jahr ein Sparprogramm aufgelegt, wobei Mercedes von einem Programm zur Leistungssteigerung ("Next Level Performance") sprach.

Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa

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