Acht deutsche Touristen nach heftiger Schlammlawine vermisst: Mindestens 270 Tote!
Nepal - Eine heftige Sturzflut hat im Himalaya-Staat Nepal mindestens 270 Menschen das Leben gekostet. Auch Deutsche sollen sich in der Region aufgehalten haben und gelten als vermisst.
Nach Berichten von Gulf News Asia und anderen Medien richteten die Wasser- und Schlammmassen große Zerstörung in Ortschaften und an Infrastruktur entlang des Flusses Bhotekoshi an der Grenze zu China an.
Die Katastrophe war anscheinend durch einen Gletscherabbruch am Mittwoch ausgelöst worden. Unter anderem wurden zahlreiche Häuser und Brücken zerstört oder beschädigt.
Die Zahl der Todesopfer ist unterdessen weiter angestiegen. Mittlerweile ist laut Behördenangaben von mindestens 270 Toten die Rede. Zudem gelten alleine in Nepal 826 Menschen, darunter 579 Touristen, als vermisst.
Auf chinesischer Seite beläuft sich die Zahl der Vermissten auf mindestens 550 Menschen, darunter 260 Ausländer.
Die nepalesische Armee setzte Hubschrauber und Rettungstrupps in der Katastrophenregion ein. Mehr als 7400 Rettungskräfte waren zwischenzeitlich im Einsatz. Mehrere Fernstraßen waren blockiert, außerdem wurden Wasserkraft- und Solaranlagen beschädigt.
Der zähe Schlamm erschwerte die Rettungsarbeiten massiv und machte die Straßen für schweres Gerät und große Fahrzeuge unpassierbar. Riesige Mengen an Schlamm und Geröll wurden durch die Bergregion gespült.
Bei den meisten Ausländern handelt es sich offenbar um Inder, die auf dieser Route zum Kailash-Mansarovar-See in Tibet unterwegs waren. Nach derzeitigem Stand sind acht deutsche Staatsangehörige unter den Vermissten.
Hunderte Urlauber nach heftiger Sturzflut vermisst
Auch Touristen aus über 30 anderen Ländern, darunter den USA, Spanien, Litauen und Australien, sind laut asiatischen Medien unter den Vermissten.
Das Auswärtige Amt hatte zunächst keine Kenntnis von deutschen Staatsangehörigen unter den Betroffenen. "Das gesamte Ausmaß der Sturzflut ist aktuell noch schwer abzuschätzen und die Lage in Nepal noch unübersichtlich", erklärte das Auswärtige Amt am Mittwoch. Es sei "leider mit sehr vielen Todesopfern zu rechnen".
Laut Nepals Regierungschef Balendra Shah (36) waren bei den Rettungsmaßnahmen auch die Armee und weitere Sicherheitskräfte beteiligt.
Erstmeldung: 26. August 2026, 14.50 Uhr; zuletzt aktualisiert: 27. August 2026, 11.54 Uhr
Titelfoto: PRABIN RANABHAT / AFP
