Bürger sollen aufs Duschen und Baden verzichten: Wasser bei Waldbrand-Löscharbeiten knapp
Von Christine Schultze
Main-Kinzig-Kreis - Nachdem der Großbrand, der bei Rodenbach (Hessen) auf einer Waldfläche von rund 55 Hektar gewütet hatte, unter Kontrolle gebracht werden konnte, bekämpft die Feuerwehr immer noch Glutnester. Wegen des hohen Wasserverbrauchs sind Anwohner weiterhin aufgefordert, Wasser zu sparen.
Über Nacht seien permanent drei Löschzüge in dem betroffenen Waldgebiet zwischen Ober- und Niederrodenbach vor Ort gewesen, sagte ein Sprecher des Main-Kinzig-Kreises. Die Nachlöscharbeiten im Tagesverlauf dürften noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Am Montag waren gleich an mehreren Stellen in dem Waldstück Feuer ausgebrochen.
Verletzt wurde niemand. Bei den Löscharbeiten war neben mehreren Hubschraubern auch ein Löschflugzeug im Einsatz.
Versorger rief wegen Löscharbeiten zum Wassersparen auf
Am späten Abend hatte der Wasserversorger im Main-Kinzig-Kreis die Bevölkerung zum Wassersparen aufgerufen. Die Wasserreserven würden für die Brandbekämpfung benötigt, hieß es in einer Warnmeldung des Landkreises am Abend.
Sie richtete sich an Bewohner von Freigericht, Bruchköbel, Langenselbold und Umland. "Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie wasserintensive Tätigkeiten", hieß es. Der Verbrauch solle auf "das absolut Notwendigste" reduziert werden.
Mittlerweile laufe zwar wieder mehr Wasser in die Hochbehälter, als abgezapft werde, dennoch werde die Warnung vorläufig aufrechterhalten.
Brandstiftung nicht ausgeschlossen
Die Polizei hat Brandstiftung als Ursache für die Feuer nicht ausgeschlossen, nach ihren Angaben war zunächst unklar, ob die einzelnen Brandstellen in einem Zusammenhang stehen.
Im Tagesverlauf solle sich auch eine Reiterstaffel der Polizei ein Bild von der Lage vor Ort machen und den Einsatz in dem Waldgebiet unterstützen, sagte ein Polizeisprecher.
Titelfoto: Andreas Arnold/dpa