Ärzte-Team teilt Schock-Diagnose: Papst Leo hat Lungenkrebs
Von Christoph Sator, Robert Messer
Rom (Italien) - Papst Leo XIV. (71) hat nach offiziellen Angaben des Vatikans eine Operation an der Lunge gut überstanden. Der Eingriff zur Entfernung eines Knotens sei "erfolgreich" verlaufen, teilte ein Sprecher am Abend mit. Später gab das Ärzte-Team der Gemelli-Klinik in Rom bekannt: Der Papst leidet an Lungenkrebs!
Bei dem Eingriff sei der untere Lappen der rechten Lunge entfernt worden, die anschließende Untersuchung habe bestätigt, dass es sich bei dem Knoten um ein sogenanntes Lungenadenokarzinom handele.
Der 71-Jährige habe in der Gemelli-Klinik in Rom bereits in sein Zimmer zurückkehren können.
Das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken liegt im Gemelli-Krankenhaus, wo auch mehrere seiner Vorgänger schon behandelt wurden. Die Päpste haben dort einen eigenen Trakt, in dem sie rund um die Uhr versorgt werden. In einer ersten offiziellen Mitteilung hieß es: "Der Eingriff verlief erfolgreich, wurde termingerecht und wie vorgesehen durchgeführt." Nun soll der Papst etwa eine Woche Erholung bekommen.
Leo hatte am Sonntag überraschend bekannt gegeben, dass bei einer Kontrolluntersuchung in seiner Lunge ein Knoten entdeckt worden sei, noch in einem "sehr frühen Stadium". Auf Anraten der Ärzte habe er sich zu einer Operation entschlossen.
Der Eingriff erfolgte nun nur zwei Tage später. Bis dahin waren keinerlei gesundheitliche Probleme des ersten US-Amerikaners an der Spitze der katholischen Kirche bekannt. Leo hält sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. Mit seinen 71 Jahren ist er immer noch ein verhältnismäßig junger Papst. Bei seiner Wahl im Mai vergangenen Jahres wurde gemutmaßt, dass er ein langes Pontifikat vor sich haben werde, möglicherweise mehrere Jahrzehnte lang.
Nach dem Eingriff wird sich Leo eine Woche lang im Krankenhaus erholen müssen
Operiert wurde der Papst von einem Ärzteteam unter Leitung des renommierten Professors Stefano Margaritora, einem Italiener. Bei der Entfernung eines einzelnen Lungenknotens sind ernste Komplikationen eher selten. Das Risiko hängt aber auch davon ab, wie groß der Eingriff ist und wie gut Lunge und Herz funktionieren.
Nach dem Eingriff wird sich Leo voraussichtlich etwa eine Woche lang im Krankenhaus erholen müssen. In der Gemelli-Klinik - offiziell: Policlinico Universitario Agostino Gemelli - am Rande der italienischen Hauptstadt gibt es einen Trakt für Päpste im zehnten Stock.
Dort wurde bis kurz vor seinem Tod mit 88 Jahren auch Leos Vorgänger behandelt, Papst Franziskus. Dem Argentinier fehlte bereits seit jungen Jahren ein Teil seiner Lunge.
Leo erschien zu dem Eingriff in einem schwarzen Auto mit Polizei-Eskorte. Vor dem Krankenhaus wurde er von einem Ärzteteam und auch zahlreichen Schaulustigen in Empfang genommen. Auch drinnen hießen ihn viele willkommen. Er winkte und lächelte zuversichtlich. Viele beteten auch für ihn.
Erstmeldung vom 13. Oktober 2026, 20.31 Uhr; letzte Aktualisierung 22.22 Uhr.
Titelfoto: Gregorio Borgia/AP/dpa

