16.000 Metaller legen Arbeit nieder: Warnstreiks in NRW

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Von Dominik Kotzur

Düsseldorf - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie erhöht die Gewerkschaft IG Metall in Nordrhein-Westfalen den Druck auf die Arbeitgeber.

Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie legten am Dienstag in NRW ihre Arbeit nieder, um im Tarifstreit mehr Geld zu fordern.
Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie legten am Dienstag in NRW ihre Arbeit nieder, um im Tarifstreit mehr Geld zu fordern.  © Dominik Kotzur

Am Dienstag legten nach Angaben der Gewerkschaft gut 16.000 Beschäftigte aus 235 Betrieben ihre Arbeit nieder. An der landesweit größten Kundgebung bei Ford in Köln hätten sich 3000 Menschen beteiligt, teilte die IG Metall mit. In Düsseldorf versammelten sich vor dem Mercedes-Benz-Werk 1000 Beschäftigte.

"Die Arbeitgeber fahren mit ihrem Verhalten den Karren an die Wand: Sparen und Streichen sind keine Zukunftsstrategie - das Land braucht Innovationen und Investitionen", sagte Nadine Boguslawski, Tarifvorständin der IG Metall, bei der Kundgebung in Düsseldorf.

Auch in Dortmund, Gelsenkirchen, Münster, Solingen und anderen Städten gab es Warnstreiks.

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Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber bieten bislang eine Einmalzahlung sowie eine anschließende Lohnerhöhung um 1,3 Prozent bei einer Laufzeit von 26 Monaten.

Nächste Warnstreiks schon am Mittwoch

Die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie gehen weiter: Auch am Mittwoch sollen Beschäftigte in zahlreichen NRW-Betrieben ihre Arbeit niederlegen.
Die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie gehen weiter: Auch am Mittwoch sollen Beschäftigte in zahlreichen NRW-Betrieben ihre Arbeit niederlegen.  © Julian Stratenschulte/dpa

Der Arbeitgeberverband verurteilte die Warnstreiks scharf und warnt die IG Metall davor, die Tarifrunde weiter anzuheizen. In der schwersten Strukturkrise der Industrie brauchten die Unternehmen keine Eskalation, sondern eine tragfähige und vernünftige Lösung, betonte ein Sprecher.

Dazu seien Verhandlungen in einer "sachgerechten Atmosphäre" notwendig. "Mit ihren Warnstreiks sendet die Gewerkschaft hierfür allerdings das völlig falsche Signal."

Die IG Metall ruft schon für Mittwoch zu weiteren Warnstreiks auf. Die Gewerkschaft fordert Beschäftigte in 170 Betrieben unter anderem in Aachen, Gelsenkirchen, Hagen und Krefeld auf, ihre Arbeit niederzulegen.

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Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 9. November geplant. In Nordrhein-Westfalen arbeiten rund 640.000 Menschen in der Metall- und Elektroindustrie.

Titelfoto: Dominik Kotzur

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