Schon wieder Streik im Nahverkehr: Wann in welchen Städten keine Busse fahren
Kiel - Schon wieder Streik im Busverkehr: Nachdem Pendler sich bereits vergangene Woche auf Einschränkungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln einstellen mussten, steht nun der nächste Streiktag in Schleswig-Holstein an.
Kurz vor der dritten Verhandlungsrunde ruft Verdi Nord rund 1.800 Beschäftigte des öffentlichen Nahverkehrs in Schleswig-Holstein zum nächsten Warnstreik auf.
Am kommenden Montag, 21. September, sollen von Betriebsbeginn bis Ende des Tages keine Busse rollen, teilte die Gewerkschaft mit. Betroffen sind die öffentlichen Busunternehmen in Kiel (KVG), Lübeck (Stadtverkehr Lübeck), Flensburg (Aktivbus) und Neumünster (SWN).
"Nachdem die zweite Verhandlungsrunde mit einem unakzeptablen Angebot der Arbeitgeberseite geendet ist und auch die öffentlichen Statements der Verhandlungsführung nicht erkennen lassen, dass es ohne entsprechenden Druck Bewegung geben wird, senden wir mit dem eintägigen Warnstreik unmittelbar vor den Verhandlungen ein deutliches Signal", sagte Sascha Bähring, Verhandlungsführer für den ÖPNV bei Verdi Nord.
Bereits Anfang September hatten die Beschäftigten im Nahverkehr für drei Tage ihre Arbeit niedergelegt.
Streik im Busverkehr: Was sind die Forderungen der Beschäftigten?
Das fordert die Gewerkschaft: Eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent für alle Beschäftigten (bei einer Laufzeit von 12 Monaten).
Außerdem wünscht sich Verdi für die Gewerkschaftsmitglieder eine Vorteilsregelung von jährlich 650 Euro.
Die Tarifverhandlungen sollen am Dienstag, 22. September, weitergehen.
Titelfoto: Marcus Brandt/dpa
