Verdi ruft zum Streik auf: Hier fahren nächste Woche keine Busse

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Von Sophia-Caroline Kosel

Lahr - Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte der SWEG Busbetriebe zu weiteren Warnstreiks auf.

Beschäftigte der SWEG Busbetriebe sollen nach Aufruf von Verdi streiken. (Symbolfoto)
Beschäftigte der SWEG Busbetriebe sollen nach Aufruf von Verdi streiken. (Symbolfoto)  © Bernd Weißbrod/dpa

Gestreikt werde in der kommenden Woche von Mittwoch (30. September) bis einschließlich Freitag (2. Oktober) in Lahr, Offenburg, Schutterwald, Kehl, Endingen, Emmendingen, Weil am Rhein, Müllheim, Dörzbach, Lauda, Wiesloch, Sinsheim und Gammertingen, teilte die Gewerkschaft mit.

Bei den bestreikten Linien sei damit zu rechnen, dass wieder weitestgehend keine Busse fahren würden.

Bereits zweimal sind die Busbetriebe in den vergangenen Wochen jeweils für zwei Tage bestreikt worden, laut Verdi "ohne eine Reaktion des Arbeitgebers".

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Nun werde zu weiteren Warnstreiks aufgerufen, um die SWEG endlich an den Verhandlungstisch zu bringen, hieß es. Die Fahrerinnen und Fahrer fordern einen Schutz bei betriebsbedingten Kündigungen wegen Neuausschreibungen.

Unternehmen hält Warnstreiks für unverhältnismäßig

Die SWEG hatte den Streikaufruf in der vergangenen Woche bereits als unverhältnismäßig und verantwortungslos kritisiert. Verdi bringe eine unnötige Schärfe in die laufenden Verhandlungen, hatte Konzerngeschäftsführer Thilo Grabo in Lahr erklärt.

Verdi-Verhandlungsführerin Frederike DeCoite sagte: "In den nächsten Monaten stehen bei mehreren Buslinien der SWEG Betriebe wieder Neuausschreibungen an." Den Fahrerinnen und Fahrern drohten betriebsbedingte Kündigungen, den Fahrgästen erhebliche und langfristige Einschränkungen im ÖPNV. "Wir akzeptieren nicht, dass die SWEG jegliche Verhandlungen zum besseren Schutz ihrer Fahrerinnen und Fahrer verweigert und das landeseigene Unternehmen seine Verantwortung für seine Beschäftigten ignoriert", sagte die Gewerkschafterin.

Auch dieses Mal werde der Warnstreik mit ausreichend Vorlauf angekündigt, damit das Unternehmen die Chance habe, mit einem ernsthaften Entgegenkommen die Arbeitsniederlegungen noch zu verhindern.

Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa

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