Bahnbrechende Änderung: Schweiz will Wolfsschutz auflockern und präventiv jagen

Bern - Von 200 Mitgliedern des Schweizer Nationalrats haben sich 106 für eine "proaktive Bestandsregulierung" der Wölfe ausgesprochen. 74 waren dagegen. 12 Enthaltungen. Gegen die Vorlage sprachen sich vor allem Angehörige der Ratslinken aus.

Der Weg scheint nun frei für eine regulierte Jagd auf den rasch anwachsenden Wolfsbestand in der Schweiz. (Symbolbild)
Der Weg scheint nun frei für eine regulierte Jagd auf den rasch anwachsenden Wolfsbestand in der Schweiz. (Symbolbild)  © 123RF/waitandshoot

Der Nationalrat will den Wolfsschutz auflockern. Sobald Wölfe "Schäden anrichten oder Menschen gefährden könnten", soll es in der Schweiz in Zukunft möglich sein, sie vorher zu erlegen.

Eine klare Mehrheit des Schweizer Nationalrats sprach sich für diese Gesetzesänderung und die damit verbundene "proaktive Bestandsregulierung" aus. Das berichtet die NZZ.

Dabei sollen die Jäger vom 1. September bis 31. Januar reguliert eingreifen dürfen. Mögliche Abschüsse müssen dabei einen präventiven Charakter haben, und dürfen "den Bestand der Population nicht gefährden" heißt es weiter.

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Seit 1995 sei die Wolfspopulation in der Schweiz um 30 Prozent jährlich gewachsen: "Wenn wir nicht rasch handeln, wird der Bestand innerhalb kürzester Zeit auf 500 bis 700 Tiere zunehmen", zitiert die NZZ den Nationalratspolitiker Nicolo Paganini (56, Die Mitte).

Der Antrag wurde in mehreren Punkten geändert. Eine Entscheidung soll diese Woche ausstehen.

Titelfoto: 123RF/waitandshoot

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