Ein Ort voller Hoffnung: Berliner Tierheim erhält die Goldene Henne 2026

Berlin - Hier leben Hunde, Katzen, Vögel, Reptilien und sogar Nutztiere. Und sie alle haben eines gemeinsam: Sie brauchen Menschen, die sich um sie kümmern. Das Tierheim Berlin ist nicht nur Europas größtes Tierheim, sondern für unzählige Tiere auch ein Zufluchtsort und die letzte Hoffnung auf ein neues Zuhause. Für diesen Einsatz gab es jetzt eine besondere Auszeichnung: Die Goldene Henne 2026.

Die Goldene Henne für das Berliner Tierheim nahm Fanny Feldmann vom Deutschen Naturschutzring entgegen.  © Hendrik Schmidt/dpa

Dass heute eine komplette "Stadt der Tiere" in Berlin steht, war keineswegs selbstverständlich.

Als im Herbst 1998 auf dem Gelände einer ehemaligen Schweinemastanlage mit den Arbeiten begonnen wurde, betrat der Tierschutzverein Neuland. Ein vergleichbares Bauprojekt für Tiere hatte es weltweit nicht gegeben.

65 Millionen D-Mark kostete der Bau. Auf rund 18.500 Quadratmetern wurden 17.000 Kubikmeter Beton verbaut. Allein die Wasserbecken, die den Hundebereich vom restlichen Tierheim abtrennen, umfassen rund 6000 Quadratmeter.

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Heute ist aus dem einstigen Mammutprojekt ein Symbol für den Tierschutz in Deutschland und Europa geworden.

Und hinter den beeindruckenden Zahlen stehen vor allem Menschen, die sich jeden Tag kümmern – hauptberuflich und ehrenamtlich.

Die Goldene Henne 2026 ging am Freitagabend nicht nur an ein außergewöhnliches Tierheim, sondern an all jene, die den Tieren dort ihre Zeit, ihre Kraft und ihr Herz schenken.

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Das Berliner Tierheim ist rund 22 Fußballfelder groß.  © Jens Kalaene/dpa

16 Hektar voller tierischer Schicksale

Sängerin Kerstin Ott (44, r.) durfte die Goldene Henne an das Berliner Tierheim übergeben.  © Hendrik Schmidt/dpa

Auch Sängerin Kerstin Ott, die die Auszeichnung als Laudatorin begleitete, weiß, wie viel Arbeit hinter dem Tierschutz steckt: "Ich weiß, was es bedeutet, im Tierheim zu arbeiten. Meine Frau arbeitet im Tierheim", sagte sie.

Auf dem riesigen Gelände in Berlin Hohenschönhausen ist kaum vorstellbar, wie viele Tiere hier täglich versorgt werden müssen. Das Tierheim erstreckt sich über 16 Hektar – das entspricht rund 22 Fußballfeldern.

Manche Tiere landen hier, weil ihre Besitzer sie nicht mehr behalten können. Andere werden ausgesetzt, gerettet oder kommen aus schwierigen Verhältnissen. Für sie ist das Tierheim mehr als nur ein vorübergehender Aufenthaltsort: Hier bekommen sie Schutz, medizinische Versorgung und die Chance auf ein neues Zuhause.

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Vier große Katzenhäuser, sechs Hundehäuser, ein Kleintierhaus und ein Vogelhaus gehören zur Anlage. Dazu kommen ein Gehege für frei lebende Katzen, ein Tierschutz-Bauernhof für Nutztiere und eine Exotenstation.

Auch medizinisch ist das Tierheim außergewöhnlich aufgestellt. Auf dem Gelände gibt es eine eigene Tierarztpraxis mit zehn spezialisierten Ärzten. Im Exotenhaus kümmern sich die Mitarbeiter unter anderem um Affen, Schlangen und andere Reptilien.

Doch bei all der professionellen Versorgung gibt es etwas, das kein Medikament und kein modernes Gehege ersetzen kann: Zeit und Nähe. Genau hier kommen die Ehrenamtlichen ins Spiel. Sie gehen mit Hunden spazieren, beschäftigen Katzen, schenken den Tieren Aufmerksamkeit und helfen dabei, Vertrauen zurückzugewinnen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann dem Berliner Tierheim natürlich auch selbst einmal einen Besuch abstatten. Die Mitarbeiter freuen sich über jedes Interesse, jede helfende Hand und natürlich über Menschen, die einem der vielen Tiere ein neues Zuhause schenken möchten.

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