Kenia - Eine erschöpfte Elefantenkuh befand sich in einer gefährlichen Lage: Sie hatte sich in dickem, schnell trocknendem Schlamm verfangen. Rettung kam in letzter Minute.
Wie der Sheldrick Wildlife Trust (SWT) auf Instagram mitteilte, musste der Dickhäuter in Kenia um sein Leben kämpfen. Vor rund einer Woche saß die Elefantenkuh eine ganze Nacht lang in einem austrocknenden Wasserloch am Mount Kenya fest und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien.
Als Mitarbeiter der Naturschutzorganisation darüber informiert wurden, machten sie sich sofort auf den Weg.
Vor Ort stellte sich heraus, dass der Dickhäuter völlig erschöpft und am Ende seiner Kräfte war. Ein Tierarzt entschied deshalb, auf eine Betäubung zu verzichten, da diese für das geschwächte Tier ein zusätzliches Risiko dargestellt hätte.
Die Retter befestigten stattdessen ein Seil an der Elefantenkuh und zogen das Tier mithilfe eines Fahrzeugs wieder auf festen Boden.
Happy End für feststeckende Elefantenkuh
"Anschließend lief sie davon, um sich wieder mit ihrer Herde zu vereinen. Sie war zwar mit Schlamm bedeckt, blieb ansonsten aber unverletzt", schrieb die Organisation. Für die Elefantenkuh gab es also ein Happy End.
Solche Einsätze sind für den Sheldrick Wildlife Trust nichts Neues. Die Retter bewältigen zahlreiche Missionen, bei denen die Teams im ganzen Land im Einsatz sind. Auch am selben Tag wurde ein Team des SWT zu einem weiteren Notfall gerufen.
Dabei sollten zwei männliche Elefanten umgesiedelt werden, weil sie immer wieder Zäune durchbrochen und für Ärger gesorgt hatten.
Für Kenia spielen die grauen Riesen eine wichtige Rolle: Sie kurbeln den Tourismus an, der mit Nationalparks, Reiseführern und Arbeitsplätzen im Naturschutz verbunden ist.
Jedes gerettete Tier trägt zum Erhalt des gesamten Ökosystems und der davon abhängigen Gemeinschaften bei.