Giftig und beißend: Nosferatu-Spinne breitet sich aus

Mainz - Eine neue giftige Spinnenart siedelt sich langsam, aber sicher in Deutschland an!

Die Nosferatu-Spinne ist mittlerweile immer öfter in Deutschland zu finden. Sie kann bis zu acht Zentimeter groß werden.
Die Nosferatu-Spinne ist mittlerweile immer öfter in Deutschland zu finden. Sie kann bis zu acht Zentimeter groß werden.  © Wikipedia/Fritz Geller-Grimm

Die sogenannte Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) kann bis zu acht Zentimeter groß werden, mag es, sich in der Nähe von Häusern oder in Häusern aufzuhalten, kann beißen und ist giftig.

Doch nicht gleich in Panik verfallen, denn das Gift ist in der Regel für Menschen ungefährlich, wenn keine Allergie vorliegt, wie die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe erklärt.

Gleichwohl sind die Folgen eines Bisses deutlich spürbar und ungefähr mit einem Mücken- oder einem leichten Wespenstich vergleichbar.

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Ein aktives Angreifen der Nosferatu-Spinne gegenüber einem Menschen wird es allerdings nicht geben, da die Krabbeltiere eher versuchen, zu fliehen.

Eine Besonderheit zeichnet die Gliederfüßer außerdem aus: "Die Spinne baut kein Netz, sondern lauert bewegungslos auf vorbeikommende Beutetiere", verrät Christian Henkes, Vorsitzender des NABU Rheinhessen-Nahe.

Nosferatu-Spinnen werden hierzulande immer häufiger gesichtet

Die NABU Regionalstelle berichtet des Weiteren von "circa 30 bis 40 Meldungen aus vielen rheinhessischen Orten", die seit dem Fund des ersten Exemplars im Jahr 2005 eingegangen sind. Mittlerweile erhält der Naturschutzbund im Bereich Mainz und Umgebung etwa eine Meldung pro Tag von Fällen, in denen die neue Spinnenart gesichtet wurde.

Ursprünglich stammt die zur Familie der Kräuseljagdspinnen gehörende Art aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika, von wo aus sie durch Warentransporte wohl immer öfter nach Deutschland gelangt.

Einen Tipp, wie man sich den Vielbeinern gegenüber verhalten sollte, hat der NABU Rheinhessen-Nahe auch parat: "Ruhe bewahren – Panik ist nicht nötig. Einfach genauso vorgehen wie mit unseren bekannten Spinnen – Glas drüber stülpen, Pappe drunter schieben und die Spinne im Garten wieder freilassen", so Christian Henkes.

Titelfoto: Wikipedia/Fritz Geller-Grimm

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