Dieser Hund ist eine Legende! "Patron" hilft im Ukraine-Krieg bei Minenräumung

Kiew (Ukraine) - Ohne den Krieg wären sich diese beiden wohl nicht begegnet!

Der ukrainische "Kriegerhund" Patron erschnüffelt im Kriegsgebiet versteckte Minen.
Der ukrainische "Kriegerhund" Patron erschnüffelt im Kriegsgebiet versteckte Minen.  © Screenshot Facebook/ДСНС України (Staatlicher Dienst der Ukraine für Notfallsituationen)

In den sozialen Netzwerken hat der ukrainische Katastrophenschutz am Samstag ein Video veröffentlicht, in dem ein Minen-Spürhund im Einsatz in der Großstadt Tschernihiw zu sehen ist. Seine Aufgabe: Sprengsätze, die von der russischen Armee zurückgelassen wurden, aufspüren.

Begleitet wurden der Jack-Russell-Terrier und "seine" Einheit von dem bekannten ukrainischen Schachspieler, Autor und Moderator von "Svіt navivorіt" (auf Deutsch: die Welt von innen nach außen), Dmytro Komarow (53).

In der Sendung wird über Reisen in verschiedene Länder der Welt berichtet. Die Erstausstrahlung erfolgte am 11. Dezember 2010 beim ukrainischen Fernsehsender 1+1. Bislang wurden die Folgen als Wiederholung auch in Deutschland, Israel, Belarus, Thailand, Moldawien und auch Russland gezeigt.

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Im Februar dieses Jahres wurde das Projekt aufgrund des Einmarsches russischer Truppen in die Ukraine vorläufig eingestellt.

Dmytro Komarow hat inzwischen eine neue Aufgabe: Er ist Schirmherr des legendären "Kriegerhundes" Patron. Der kleine Vierbeiner arbeitet beim ukrainischen Katastrophenschutz in Tschernihiw und hilft bei der Minenräumung. Der Vierbeiner hat sogar einen eigenen Instagram-Account!

Tierischer Retter und ein Star im Einsatz

"Wo sonst würden sich unsere Entminungs-Spezialisten, Patron und Dmytro Komarow treffen? In einem friedlichen Leben mit hoher Wahrscheinlichkeit nirgendwo. Doch während des Krieges führen fast alle Wege zu zerstörten und verminten Siedlungen", kommentierte der ukrainische Katastrophenschutz den bei Facebook veröffentlichten Kurzfilm.

Und weiter: "In einer so schwierigen Zeit für unser Land fangen alle an zu arbeiten. Sogar Stars, sogar Retter mit Schwanz. Und wir sind allen für jede Hilfe dankbar​."

Auch der Schachmeister selbst meldete sich zu Wort: Für ihn sei das Treffen mit dem Hund Patron "etwas Besonderes", schrieb er am Samstag auf Instagram.

Rund 700 Tote in ukrainischer Stadt Tschernihiw

Nach Angaben der Agentur Unian sagte der Bürgermeister von Tschernihiw, Wladyslaw Atroschenko, dass in den vergangenen Wochen allein in der nordukrainischen Stadt etwa 700 Menschen getötet wurden. Mindestens 40 weitere würden vermisst. Von den mehr als 285.000 Einwohnern, die Tschernihiw einst zählte, seien mittlerweile nur noch maximal 95.000 übrig.

Atroschenko sprach davon, dass Tschernihiw zu rund 70 Prozent zerstört sein soll. Die unweit der Grenzen zu Belarus und Russland gelegene Stadt war vor dem Krieg vor allem bekannt für ihre zahlreichen mittelalterlichen Kirchen und Klöster.

Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzes zufolge sollen die russischen Truppen zahlreiche Sprengsätze in der Stadt zurückgelassen haben, als sie sich in den vergangenen Tagen zurückgezogen haben.

Titelfoto: Montage: Screenshot Facebook/ДСНС України (Staatlicher Dienst der Ukraine für Notfallsituationen) (3)

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