Frauchen wird angst und bange: Hund Spencer verschwindet in Dachsbau
München - Aufregung im Hirschgarten: Jack Russell Terrier "Spencer" ist am Sonntag beim Gassigehen in einen Dachsbau gekrochen und wollte diesen nicht mehr verlassen.
Nachdem der fünfjährige Rüde über zwei Stunden in dem unterirdischen Bau verschwunden war, rief sein besorgtes Frauchen schließlich gegen 12.38 Uhr die Feuerwehr zu Hilfe. Zwei Beamte rückten mit einem sogenannten Kleinalarmfahrzeug aus.
Ausgerüstet mit einer Inspektionskamera wollten sich die Helfer einen besseren Blick ins Tunnelsystem verschaffen, um den Hund zu orten. Doch Spencer war nicht zu sehen, nur zu hören, berichtete die Münchner Feuerwehr. Bevor großes Gerät aufgefahren werden sollte, versuchten die Feuerwehrleute noch einmal lautstark, den Hund zum Herauskommen zu bewegen.
Ein Feuerwehrmann kroch an der Stelle, an der der Hund am deutlichsten zu hören war, so weit es ging in den Bau. Dabei machte er "mit einigem Lärm klar, was man von der eigenwilligen Aktion des Hundes hielt", erklärte die Feuerwehr. Seine Autorität zeigte Wirkung: Spencer tauchte mit Unschuldsmiene auf und krabbelte selbst aus dem Erdreich.
Er hatte sein Abenteuer unter Tage unverletzt überstanden und konnte seiner Halterin übergeben werden. Was das Kerlchen stundenlang im Bau gemacht hat, weiß nur er selbst.
Titelfoto: Berufsfeuerwehr München (2)