Frankfurt am Main - Mudi ist taub, sieht schlecht und seine Zähne haben auch gelitten: Der liebenswerte Hund soll trotz aller Probleme und einer Vergangenheit, die alles andere als schön gewesen sein muss, nochmals richtig durchstarten.
Wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des "Tierschutzvereins Frankfurt und Umgebung" berichten, wurde der Rüde, der inzwischen fast 14 Jahre auf seinem Buckel hat, von Amts wegen sichergestellt. Bedeutet: Ein Leben, wie es jeder Vierbeiner haben sollte, hatte Mudi wohl kaum.
Gesucht werden deshalb nette, liebevolle und zugleich verantwortungsbewusste Menschen, die der Fellnase zeigen, wie schön das Leben auf vier Pfoten in der richtigen Familie doch sein kann.
Probleme damit, dass Mudi nicht mehr der fitteste Vierbeiner ist, sollten diese allerdings nicht haben.
"Auch wenn sein Herz nicht mehr das jüngste ist, so ist es aus Gold", schwärmen die Tierfreunde aus der Mainmetropole vom Mischling. Er sei wirklich ein freundlicher Opa und dazu offen, neugierig sowie sehr verschmust.
Mudi, der gerne "zwischendurch ein Nickerchen macht oder etwas döst", sehnt sich nach einem ruhigen Zuhause. An Runden an der frischen Luft sollte es jedoch auf keinen Fall mangeln. "Er liebt es, spazieren zu gehen, wobei er schön an der Leine läuft. Aber es sollen kleine, gemütliche Runden sein." Eine kleine Rast zum Verschnaufen fest eingeplant.
Hund Mudi wartet im Tierheim in Frankfurt auf eine neue Familie: Das gibt es bei Interesse zu beachten
Perfekt wären Zweibeiner, die bereits Erfahrung im Umgang mit älteren Hunden haben, ambitionierte und empathische Interessenten ohne diese dürfen sich allerdings natürlich auch sehr gerne melden.
Mit Artgenossen versteht sich Mudi übrigens gut. Ob er mit Katzen ebenfalls verträglich ist, kann auf Wunsch jederzeit im Tierheim getestet werden.
Seinen Zwinger hält er demnach stets sauber. Ob er es kennt, stundenweise alleine bleiben oder wie es mit Autofahrten aussieht, ist nicht bekannt. Hier sollte entsprechend sicherheitshalber ausreichend Zeit bedacht werden, um ihn daran zu gewöhnen.
Wichtig sei aufgrund seiner Taubheit und seinem schlechten Sehvermögen außerdem, vorsichtig mit ihm umzugehen und ihn beispielsweise keinesfalls einfach zu überraschen oder zu bedrängen, wenn er ruht. "Denn dann erschrickt er sich und schnappt aus Angst in die Luft."
Wer den Charme älterer Fellnasen zu schätzen weiß und Mudi in der Zeit, die ihm bleibt, noch einmal den Himmel auf Erden bereiten möchte, kann sich gerne jederzeit mit dem Tierheim in Frankfurt per E-Mail in Verbindung setzen.