Hund Pepe wäre nach Aufbewahrungsfrist getötet worden: Nun hat er große Chance
Kassel - Gäbe es die Menschen nicht, die sich um kleine Seelen wie Pepe kümmern, dann würde der Rüde heute nicht mehr leben. Von einem Hundefänger gefangen wäre der Vierbeiner nach zwei Wochen getötet und entsorgt worden.
Es klingt schrecklich, war in seiner ungarischen Heimatstadt Kiskunhalas aber gängige Praxis.
Alle Hunde, die auf der Straße gefunden oder bei dem Tierfänger abgegeben wurden, wurden nach einer zweiwöchigen Aufbewahrungsfrist getötet, ihre kleinen Körper anschließend einfach beseitigt.
Glücklicherweise betreiben die Verantwortlichen des Tierheims "Wau-Mau-Insel" aus Kassel in der Stadt ebenfalls ein Tierheim. Die Tierfreunde konnten eine Vereinbarung erzielen, dass sie die Hunde vom Zuständigen übernehmen dürfen, damit keine Fellnase mehr sinnlos sterben muss.
Einer der Kleinen ist der etwas mehr als ein Jahr alte Pepe, der dem Tod somit nicht nur von der Schippe gesprungen ist, sondern inzwischen auch eines der begehrten Ausreisetickets nach Deutschland erhalten hat.
Hund Pepe aus Tierheim "Wau-Mau-Insel" in Kassel: Wer schenkt Mischling ein Happy End?
Vermisst wurde der circa 40 Zentimeter große und derzeit rund 14 Kilogramm schwere Vierbeiner von niemandem. Die Tierschützer gehen deshalb davon aus, dass ihn seine Menschen ausgesetzt haben.
Beschrieben wird er als menschenbezogener und freundlicher Mischling, der mit seinen Artgenossen auskommt, sich allerdings in seinem zukünftigen Zuhause als Einzelhund am wohlsten fühlen würde.
Wie sämtliche Neuzugänge muss auch Pepe erst noch den gründlichen Eingangscheck beim Tierarzt absolvieren, bevor er endlich zu seiner Familie in Deutschland umziehen darf. Ein länderspezifisches Reisekrankheitenprofil wird ebenfalls angefertigt.
Kennenlernen kann man den Kleinen aber schon.
Wer sich vorstellen kann, Pepe ein Leben voller Glück zu schenken, kann sich montags bis freitags zwischen 10 und 12 Uhr sowie 16 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 05618615680 oder alternativ per E-Mail und Webformular melden.
Titelfoto: Tierheim "Wau-Mau-Insel" in Kassel

