Columbus (Georgia, USA) - Es ist leider alltäglich, dass Hunde an Tankstellen ausgesetzt werden. In diesem Fall war es ähnlich - und doch genau andersherum.
Anfang September, am Ende des Labor-Day-Wochenendes, fuhr Alexandra Luckey mit ihrer Familie von Florida zurück nach Atlanta. Auf dem Weg in ihre Heimat machten die Luckeys einen Stopp an einer Tankstelle in Columbus, Georgia.
Zu ihrer Verwunderung wurden sie dort von einem gutgelaunten Pitbull begrüßt. "Er kam direkt auf uns zu und war so freundlich", erzählte die Mutter jetzt in einem Interview mit The Dodo.
Nach einem Gespräch mit den Tankstellen-Leuten war klar, dass die Fellnase schon vor einer Weile dort ausgesetzt worden war. Luckeys Sohn Reese (6) brach daraufhin das Herz.
Weinend stand er neben dem Hund, konnte nicht glauben, dass niemand das Tier haben wollte. Seine Eltern hielten den Moment spontan auf Video fest und kamen kurz darauf ins Grübeln.
Virales Video zeigt rührende Geschichte auf Instagram
Alexandra und ihr Mann Rollins überlegten, ob es möglich wäre, den Pitbull einfach so mitzunehmen. Schließlich gingen sie das Wagnis ein. "Ich bin eine Hundeliebhaberin, also sagte ich: 'Lass uns ihn einfach mitnehmen'", erzählte die US-Amerikanerin dem Tiermagazin.
Auch ihre ersten Tage mit Clark, wie ihn die Familie inzwischen nennt, nahmen sie auf Video auf. Vergangene Woche veröffentlichte Luckey einen Clip auf Instagram, der mit der Szene beginnt, in der ihr Sohn Reese bittere Tränen vergießt.
Seitdem hat das Video mehr als 290.000 Klicks erreicht - und ist so vielen Menschen ans Herz gegangen, wie die Kommentarspalte nahelegt.
Auch die letzten Unklarheiten konnte Luckey unterdessen beseitigen. Dank der Recherche in einer örtlichen Facebook-Gruppe in Columbus hat sie herausgefunden, dass Clarks ehemaliger Besitzer wirklich nichts mehr mit seinem Hund zu tun haben will.
Damit kann sein neues Leben nun so richtig beginnen. "Ich habe das Gefühl, dass unsere Familie mit ihm komplett ist", sagte das stolze Frauchen.