Mehr als 70 Hunde unter katastrophalen Bedingungen gehalten
USA - Mehr als 70 Hunde mussten unter katastrophalen Bedingungen leben, bis sie bei einem Polizeieinsatz endlich gerettet wurden. Was die Beamten entdeckten, war erschreckend!
In der vergangenen Woche rückte die Polizei des US-Bundesstaates Illinois zu einem Grundstück aus. Der Grund: Die Beamten wollten einen Durchsuchungsbeschluss im Zusammenhang mit Schusswaffen vollstrecken.
Doch vor Ort bot sich den Einsatzkräften ein schlimmes Bild. Rund 76 Hunde lebten im Wohnhaus und in der Garage unter katastrophalen Bedingungen!
Neben den Vierbeinern wurden die Beamten auch anderweitig fündig und stellten drei Schusswaffen sicher.
Da die große Anzahl an Tieren und die Zustände im Haus ein Sicherheitsrisiko darstellten, zogen die Polizisten die Tierschutzbehörde des Cook County sowie die auf Tierquälerei spezialisierte Einheit der Polizei hinzu.
Viele der Tiere wurden schließlich in örtliche Tierheime gebracht. Eines davon war die Tierschutzorganisation Anti-Cruelty.
Diese teilte in einem Facebook-Beitrag mit, dass sie 33 Hunde aufgenommen habe. Die Tiere waren zwischen acht Wochen und mehreren Jahren alt.
"Viele von ihnen sind nur unzureichend sozialisiert und werden Geduld sowie individuelle Betreuung benötigen, während sie sich an ihre neue Umgebung gewöhnen. Unser Fokus liegt jetzt darauf, die Hunde kennenzulernen, ihre individuellen Bedürfnisse zu verstehen und ihnen dabei zu helfen, sich einzuleben", schrieb die Organisation.
Andrew Malak wegen Tierquälerei sowie schwerwiegender Waffendelikte angeklagt
Der Eigentümer des Hauses, Andrew Malak (58), wurde laut Behördenangaben festgenommen. Gegen ihn wurden mehrere Anklagen wegen Tierquälerei sowie schwerwiegender Waffendelikte erhoben.
Nachbarn hatten sich bereits in den vergangenen Wochen mehrfach über die Zustände auf dem Grundstück beschwert. Aus dem Haus seien "üble Gerüche" gedrungen, zudem hätten die Hunde immer wieder gebellt.
Zeugen zufolge soll Malak streunende Hunde bei sich aufgenommen haben, um sie vorübergehend zu versorgen und anschließend in ein neues Zuhause zu vermitteln, das teilte die Polizei mit.
Kim Arias, die Gründerin der Tierschutzorganisation Ruby Whiskers, sagte: "Die Lebensbedingungen waren für diese Hunde katastrophal, ganz zu schweigen davon, dass ein Mensch dort leben sollte."
Inzwischen wurde der 58-Jährige wieder freigelassen. Er selbst weist die Vorwürfe zurück. In einem Interview erklärte er, die Hunde gehörten zu seiner gemeinnützigen Organisation. Mehrere Tiere habe er aufgenommen, nachdem eine Einrichtung, in der sie zuvor untergebracht gewesen seien, geschlossen worden sei.
Titelfoto: Screenshot/Facebook/Anti-Cruelty

