Retter holen erschöpften Hund von Straße: Was sie dann herausfinden, sorgt für Staunen
Pinetop-Lakeside (Arizona, USA) - Als er vor kurzem von der Polizei in Pinetop-Lakeside, Arizona, aufgelesen wurde, sah er wirklich schlimm aus. Der kleine Rüde Owl hatte ein solch verfilztes Fell, dass er weder laufen, sehen, noch hören konnte. Für wahres Staunen sorgte der alte Vierbeiner aber erst, als die Retter seinen Mikrochip prüften.
Die Fellnase war vor fast sechs Jahren vermisst gemeldet worden - und das im rund 320 Kilometer entfernten Sedona. Seine Besitzerin Linsey Frawley und ihre Familie hatten damals intensiv nach Owl gesucht.
Kurz vor Weihnachten 2020 war er bei einer Hundefriseurin zu einem Termin, danach plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Frawley erhielt wenig später einen Anruf von der Frau.
"Ich fragte: 'Wovon reden Sie? Wo ist mein Hund?‘ Und sie sagte: 'Er ist weggelaufen'", erzählte Owls Besitzerin jetzt in einem TV-Interview mit Arizona's Family.
Jahrelang hätten sie nach ihrem geliebten Hund gesucht. Auf Facebook ist bis heute die Such-Anzeige des örtlichen Tierheims vom 24. Dezember 2020 geschaltet.
"Wir mussten uns einfach damit abfinden - im Kopf und im Herzen -, dass er jetzt vielleicht an einem besseren Ort ist", sagte Frawley. Als die Polizei den Rüden diesen Monat fand, war das Staunen der Retter und seiner Familie gleichermaßen groß.
Owl wurde seit dem 22. Dezember 2020 vermisst
"Es ist so, als würde plötzlich einer meiner verstorbenen Verwandten auf dem Sofa sitzen, wenn ich nach Hause komme, oder so etwas in der Art. Es fühlt sich genauso an", sagte Frawleys Sohn Mason Goodson. Er nannte das erste Wiedersehen mit Owl surreal.
Der kleine Hund war zum Zeitpunkt seiner Rückkehr übrigens länger weg als von seiner Familie angegeben. Sie sprachen von Weihnachten 2021, obwohl Owl bereits ein Jahr früher als vermisst gemeldet wurde.
Jetzt konzentrieren sich alle aber erst einmal darauf, den Vierbeiner wieder fit zu bekommen. Dank eines Besuchs beim Hundefriseur kann er wieder sehen und laufen. Wo er all die Jahre war - und warum er so weit weg von seinem Zuhause gefunden wurde, wüsste seine Familie natürlich gerne.
Aber: "Er kann ja nicht sprechen und es uns erzählen", sagte Frawley ein wenig ratlos.
Titelfoto: Facebook/Screenshot/The Humane Society of Sedona
