Seit mehr als einem Monat allein in der Wildnis: Hündin Luna kämpft ums Überleben

USA - Seit mehr als 30 Tagen kämpft die kleine Jack Russell Terrier-Hündin Luna in der Wildnis des US-amerikanischen Yellowstone-Nationalparks allein ums Überleben. Anfang September entkam sie ihrer Familie - seitdem läuft eine verzweifelte Suche nach der Vierbeinerin.

Die Jack Russell Terrier-Hündin Luna harrt bereits seit über einem Monat allein in der Wildnis des Yellowstone-Nationalparks aus.  © Screenshot/Facebook/Norris Ark Rescue 501c3

Die kleine Hündin entkam am 10. September aus einer Hütte in besagtem Park, berichtet People.

Ihre Familie hatte Luna zuvor dort zurückgelassen und ein "Bitte nicht stören"-Schild an der Tür angebracht, während sie das Norris-Geysir-Becken besuchte. Da Hunde dort nicht erlaubt sind, sollte die kleine Fellnase in der Unterkunft bleiben.

Trotz des Schildes betraten Reinigungskräfte die Hütte und ignorierten die Aufforderung. Als die Tür der Hütte offen stand, lief die Hündin davon.

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Die Mitarbeiter versuchten rund zwei Stunden lang, die verängstigte Hündin einzufangen, bevor ihre Besitzer zurückkehrten. Die Jagd habe Luna jedoch noch weiter in die dichten Wälder getrieben.

Die Vorsitzende der Tierschutzorganisation "Norris Ark Training and Recovery Center", Katie Boucher, erklärte zu der Problematik: "Das hat ihr schreckliche Angst gemacht. Es ist das Schlimmste, was man tun kann, wenn ein Tier entkommt, denn in diesem Moment fallen sie alle in einen wilden Fluchtmodus zurück. Sie suchen dann einfach nur nach Sicherheit."

Die gerade einmal neun Kilogramm schwere Hündin in einem so großen Nationalpark wiederzufinden, stellt sich als äußerst schwierige Aufgabe heraus. Ihre Familie gab die Hoffnung jedoch nicht auf und suchte eine Woche vor Ort nach ihrer Fellnase, bevor jemand sagte, dass Luna wohl gestorben sei. Daraufhin machte sie sich auf den Heimweg.

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Zeit läuft davon: Kann Hündin Luna noch rechtzeitig gerettet werden?

Immer wieder wird Luna von Besuchern des Nationalparks gesichtet. Nun hoffen die Retter, die Hündin so schnell wie möglich einfangen und in Sicherheit bringen zu können.  © Screenshot/Facebook/Norris Ark Rescue 501c3

Auch wenn das Gelände für Hunde, besonders für so kleine wie Luna, gefährlich ist, will Katie nicht aufgeben. Sie erklärte: "Der Familie hätte niemals gesagt werden dürfen, dass Luna nicht überleben kann. Sie überleben. Wenn wir sie zurückholen, sind sie zwar nicht in besonders guter Verfassung, aber sie überleben."

Und tatsächlich gibt es Grund zur Hoffnung: Nur zwei Tage, nachdem ihre Familie abgereist war, wurde Luna am 20. September erstmals wieder gesichtet und seitdem immer wieder gesehen! Auf einem Bild, das vor gut einer Woche aufgenommen wurde, trug sie noch immer ihr Halsband, das sie bereits bei ihrem Verschwinden getragen hatte.

Dass Luna sich bislang allein durchschlagen konnte, könnte mit ihrer Vergangenheit zusammenhängen. Denn bevor sie von einer Tierschutzorganisation aufgenommen und vermittelt wurde, hatte sie rund ein Jahr lang als Streunerin auf der Straße gelebt: "Sie kennt das Leben auf der Straße. Sie weiß, wie man überlebt."

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Inzwischen hat die Tierschützerin nach eigenen Angaben sogar herausgefunden, wo Luna schläft. Nun soll eine spezielle Lebendfalle helfen, die Hündin endlich in Sicherheit zu bringen. Doch die Zeit läuft davon: Im Nationalpark schneit es bereits, der Winter steht vor der Tür. Sollte die kleine Hündin nicht innerhalb der nächsten Woche eingefangen werden, müsse die Suche über die kalte Jahreszeit unterbrochen werden.

Die Retter bitten alle Menschen in der Gegend, die Luna sehen, darum, sie weder beim Namen zu rufen noch zu verfolgen oder zu füttern. Dadurch könnte die verängstigte Hündin weiter in den Wald fliehen.

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