Delitzsch - Sie hat tagelang gekämpft und doch verloren: Katzendame Emmi musste in letzter Zeit so viel ertragen und hat es doch nicht geschafft, sie starb mit nur acht Jahren.
"Gekämpft und doch verloren", heißt es in einem emotionalen Instagram-Beitrag des Tierheims im sächsischen Delitzsch. "Tapfer hast du alles ertragen, kleine Emmi."
Die Samtpfote hatte viel durchgemacht in den vergangenen Wochen und Monaten: Erst starb ihr Frauchen, was auch Emmis Herz brechen ließ. Dann wurde sie selbst schwer krank, verbrachte die letzten Tage in einer Tierklinik und wurde über eine Nasensonde ernährt.
Und obwohl sich ein paar ihrer Werte langsam etwas verbessert hatten, hat sie den Kampf um ihr Leben nicht gewonnen. Laut den Tierschützern könnte die Ursache ein nicht erkennbarer Tumor gewesen sein, der ihren geplagten Körper nur noch weiter schwächte.
Allein sterben musste Emmi nicht. Am Freitag wurde sie aus der Klinik geholt und zu ihren liebsten Menschen gebracht, wo die Katzendame friedlich eingeschlafen ist.
"Danke an alle, die mitgefiebert, Daumen gedrückt und für Emmi gespendet haben", so das Tierheim. "Lauf frei, kleine Emmi. Wir werden dich niemals vergessen."
Hat jemand Rassekatzen gezüchtet und sie dann sich selbst überlassen?
Gleichzeitig machen die Tierschützer auch immer wieder auf das Leid vieler ausgesetzter Katzen aufmerksam, lieferten am Sonntag mal wieder ein Beispiel zweier Kitten, die einfach sich selbst überlassen wurden.
Das Duo wurde krank, mit verklebten Augen und Ohren sowie voller Kot und Parasiten im Schilf eines Sees gefunden.
Dazu kommt: "Die beiden sind keine gewöhnlichen Hauskatzen. Könnten als Ragdoll, Britisch Kurzhaar oder andere Rassekatzen selbst, im Hinterzimmer, irgendwo produziert worden sein? Anders können wir dies nicht bezeichnen", heißt es.
"Nun zu krank und deshalb einfach entsorgt?", lautet die Vermutung. "Wir wissen es nicht, aber wir brauchen eure Hilfe! [...] Wer Leben in die Welt setzt, trägt Verantwortung, auch dann, wenn es krank wird und Geld kostet."
Falls jemand etwas gesehen hat oder ebenjene Miezen irgendwo zum Verkauf angeboten wurden, freuen sich die Tierschützer über jeden Hinweis. Vermittelt werden die beiden Katzenkinder jedoch noch nicht.