Fraserburgh (Schottland) - Und plötzlich krachte es gewaltig: Vor gut sechs Jahren war Billy Bowie im schottischen Perthshire in einen Autounfall verwickelt. Dabei wurde sein Transporter so schwer beschädigt, dass die Transportbox, in der seine Katze Pandora saß, auf die Straße geschleudert wurde. Das Tier entkam und lief in Panik davon. Danach wurde Pandora mehr als sechs Jahre lang vermisst. Vor einigen Wochen erreichte Bowie und seine Frau Mary ein Anruf, der es in sich hatte: Ihre Samtpfote war auf einmal wieder aufgetaucht.
Es war damals, im Jahr 2020, ein Drama gewesen. Die Bowies waren gerade auf dem Weg in ihr neues Leben. Sie zogen von Colchester nach Fraserburgh. Der Brite fuhr mit dem Transporter vorweg, seine Frau folgte ihm mit dem Auto.
"Ich habe den Unfall selbst nicht gesehen, da wir etwa eine Meile dahinter fuhren. Aber es war natürlich ein riesiger Schock, als wir an der Unfallstelle ankamen", erzählte Mary Bowie vor Kurzem gegenüber der BBC.
"Als wir merkten, dass Pandora verschwunden war, waren wir völlig aufgelöst. (…) Wir haben einige Zeit damit verbracht, nach ihr zu suchen. Aber da Billy sich ausruhen und erholen musste, mussten wir unsere Reise schweren Herzens fortsetzen", erklärte sie.
Das Paar suchte später auf Facebook nach der Katze, fuhr auch mehrfach zu der 2,5 Stunden entfernten Unfallstelle zurück, um sie in der Umgebung zu suchen. Aber Pandora war jahrelang nirgends zu finden. Doch dann tauchte sie im August 2026 plötzlich wieder auf.
Kurioses Detail sorgt für Freude
Eine Frau hatte immer wieder beobachtet, wie eine Katze versuchte, in ihr Haus zu gelangen. Deshalb rief sie bei der Tierschutzorganisation "Cats Protection" an.
Vor Ort gelang es der ehrenamtlichen Helferin Fiona Morrison recht schnell, das Tier einzufangen. "Ich suchte nach einem Mikrochip und freute mich sehr, als ich tatsächlich einen fand", erzählte sie der BBC.
Kurioses Detail: Mary Bowie feierte gerade ihren 62. Geburtstag, als das Telefon klingelte. Es sei die "größte und schönste" Geburtstagsüberraschung gewesen, sagte sie.
Natürlich machten sich die Bowies schon bald auf den Weg, um Pandora nach all den Jahren abzuholen. "Sie reagierte sofort auf ihren Namen und hängt immer noch sehr an unserem Enkel", sagte die Besitzerin stolz.
Jetzt lässt es sich die Samtpfote bei ihren alten Besitzern endlich wieder richtig gut gehen.