Schon sieben tote Kitten nach Parvo-Ausbruch: Tierschützer kämpfen verzweifelt um jedes Leben

Dipperz - Tödlicher Virus ausgebrochen! Erst waren es drei tote Kitten innerhalb weniger Tage, nun hat sich die Lage noch einmal dramatisch zugespitzt. Beim hessischen Verein "Babyklappe für Hilfe suchende und verwaiste Welpen und Kitten" in Dipperz herrscht Ausnahmezustand.

Beim Tierschutzverein "Babyklappe für Hilfe suchende und verwaiste Welpen und Kitten" im hessischen Dipperz ist das für Katzen lebensgefährliche Parvo-Virus ausgebrochen.  © Babyklappe für hilfesuchende und verwaiste Welpen und Kitten e.V.

Wie die Vorsitzende Anke Hofmann am Montag gegenüber TAG24 erklärte, sind inzwischen sieben junge Katzen gestorben.

Begonnen hatte die beunruhigende Serie Anfang vergangener Woche. Mehrere Kitten, die zuvor augenscheinlich gesund wirkten, fraßen, spielten und sich völlig unauffällig verhielten, brachen plötzlich schwer krank zusammen.

Innerhalb einer Woche starben zunächst drei Tiere. Bei einem der Kitten sank die Körpertemperatur auf nur noch 34,3 Grad, das Tier war kaum noch ansprechbar und konnte trotz aller Bemühungen nicht gerettet werden.

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Die Ursache blieb zunächst unklar. Dann brachte eine Laboruntersuchung die gefürchtete Gewissheit: Das feline Panleukopenievirus, auch als Katzenparvovirose bekannt, wurde per PCR nachgewiesen.

Für den Verein begann damit ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn besonders tückisch: Auch andere Kitten wirkten zunächst weiterhin munter, fraßen und spielten - genau wie die später verstorbenen Tiere zuvor.

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Tierschützer sind mit den Nerven völlig am Ende

Inzwischen sind sieben Samtpfoten bereits verstorben.  © Babyklappe für hilfesuchende und verwaiste Welpen und Kitten e.V.

Als Konsequenz zog der Verein sofort die Notbremse. Es werden derzeit weder Kitten aufgenommen noch vermittelt, sämtliche Besuche wurden gestrichen.

Der Katzenbungalow bleibt für Außenstehende geschlossen. Gleichzeitig werden Tiere isoliert, intensiv beobachtet und die Bereiche konsequent desinfiziert.

Doch trotz aller Maßnahmen folgte am Montag die nächste Hiobsbotschaft. Drei weitere Kitten sind gestorben. "Leider sind wir Stand heute bei sieben toten Kitten, wir sind nervlich komplett am Ende und wir brauchen Unterstützung", so Anke Hofmann.

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Besonders dringend sucht der Verein derzeit nach "Feliserin Plus". Wer das Mittel vorrätig hat oder kurzfristig helfen kann, wird gebeten, sich unter Tel. 015206925144 bei Frau Hofmann zu melden.

Auch finanziell ist die Babyklappe in dieser akuten Situation dringend auf Unterstützung angewiesen. Spenden sind über das Konto DE75530623500000073865 oder per PayPal-Überweisung möglich.

Anke Hofmann ist die erste Vorsitzende des Vereins und steckt all ihre Energie in das Wohl ihrer "Notfellchen".  © privat

Überlebenskampf in Dipperz

Für Hofmann und ihr Team zählt momentan vor allem eines: die noch gesunden Tiere zu schützen und zu verhindern, dass die Zahl der Opfer weiter steigt.

Weitere Informationen erhaltet Ihr zudem auf der Webseite des Vereins und auf Facebook.

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