Frankfurt am Main - Für Perdita hat sich das Leben plötzlich grundlegend verändert. Die etwa zwei Jahre alte Europäisch-Kurzhaar-Katze kam im Zuge einer Einfangaktion in die Obhut des Frankfurter Tierheims. Dort sucht man nun nach einer Zukunftslösung, die sich wohl eher etwas ungewöhnlich gestaltet.
Anderes als viele andere Fundtiere kann die getigerte Katze nicht einfach wieder dorthin zurückgebracht werden, wo sie zuvor gelebt hat.
Denn Perdita ist keine typische Wohnungskatze, die sich nach einem Platz auf dem Sofa und regelmäßigen Streicheleinheiten sehnt.
Sie gilt als verwilderte Hauskatze und entscheidet lieber selbst, wie nah ihr Menschen kommen dürfen. Körperkontakt und Nähe stehen für sie nicht im Mittelpunkt.
Genau deshalb soll sie auch nicht in ein klassisches Zuhause vermittelt werden.
Stattdessen wünscht sich das Tierheim für die kastrierte Katze einen Platz, an dem sie möglichst selbstständig leben kann.
Denkbar wären etwa ein Hof, ein Reiterhof oder ein landwirtschaftlicher Betrieb. Dort könnte Perdita ihrem natürlichen Jagdtrieb nachgehen und sich als Mäusefängerin nützlich machen.
Tierheim hat für Perditas neues Zuhause eine konkrete Vorstellung
Ganz sich selbst überlassen werden soll sie dabei allerdings nicht. Nach einer Eingewöhnungsphase braucht Perdita einen geschützten Rückzugsort, an dem sie sicher unterkommen kann.
Außerdem müssen Futter und frisches Wasser regelmäßig bereitstehen.
Wer ihr diesen Rahmen bietet, bekommt dafür eine eher unabhängige Mitbewohnerin, die ihr neues Revier genau im Auge behalten dürfte.
Für Menschen, die eine verschmuste Fellnase für die Wohnung suchen, ist Perdita damit wohl nicht die Richtige.
Für einen Hof mit ausreichend Platz und Verständnis für eine zurückhaltende Katze könnte sie dagegen genau passen.
Etwaige Interessenten können sich per E-Mail an die Katzenvermittlung des Tierschutzvereins Frankfurt wenden.