Zum Sterben ausgesetzt? Gassigeher findet gleich fünf Katzenbabys am Feldrand

Von Anke Brod

Lützen - Krank, hungrig und allein: An einem Feld im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt) entdeckte ein Gassigeher am Donnerstag fünf hilflose Katzenbabys. Die Kleinen wuselten vor einem landwirtschaftlichen Unterstand umher. Schnell kam der Verdacht auf, dass sie fernab der Wohnhäuser skrupellos ausgesetzt worden sind.

Anke Tietz (38) von der Pfötchenschule und ihre Tochter Emily (8) sowie Finder Christian Beschnidt (53) zeigten TAG24 den Auffindeort der Katzenbabys.  © Anke Brod

"Am Morgen waren sie noch nicht da", schilderte Finder Christian Beschnidt (53) aus Röcken am Sonntag TAG24 die Auffindesituation.

Als er die Stelle zwischen den Lützner Ortsteilen Röcken und Bothfeld mit seinem Hund zur Mittagsrunde erneut passierte, fand er sie. Sie seien ihm förmlich hinterhergerannt. "Die Kleinen suchten Hilfe beim Menschen", erinnerte er sich. 

"Ich wurde an dem Tag angerufen: Anke, hier laufen kleine Katzenbabys umher, mitten auf einem Feld ausgesetzt", berichtete ihrerseits Anke Tietz (38) am Ort des Geschehens. "Dies ist eine Straftat, die hier begangen wurde", empörte sie sich.

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Schnell fanden die kleinen Fellnasen bei ihr Unterschlupf und werden dort von der Pflegestelle liebevoll betreut. Anke betreibt in Röcken überdies "Die Pfötchenschule"  und hat selbst vier Katzen.

Töchterchen Emily (8) hilft ihr. Sie sammelte die etwa sechs Wochen alten Kitten am Feld mit ein und möchte später ohnehin Tierärztin werden.

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Video von der Auffindesituation

Die fünf Mini-Samtpfoten werden nun erst einmal aufgepäppelt.  © privat

Ordnungsamt und Polizei wurden informiert

Die Besitzer der ausgesetzten Tiere müssen Ortskenntnisse gehabt haben: Der landwirtschaftliche Unterstand nahe der L188 ist recht abgelegen.  © Anke Brod

Das Ordnungsamt Lützen sei informiert und übernehme die Tierarztkosten, so Anke weiter, die Tierarztpraxis Rippach betreue die Minis medizinisch. Dort zeigte sich, dass sie allesamt Katzenschnupfen haben. Die Augen sind demnach entzündet und teils vereitert.

Ein Kitten werde wohl ein Auge verlieren, befürchtet Anke. Irgendwo da draußen suche eine vermutlich ebenfalls kranke Katzenmama jetzt zudem auch ihre Kinder.

"Ich bin fassungslos, dass Menschen solche kleinen Wesen aussetzen können, die Katzenbabys sind krank, abgemagert und halb verhungert", machte sie ihrem Unmut Luft.

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Bei der Polizei in Lützen werde nun Anzeige erstattet: "Sollte jemand etwas gesehen oder gehört haben, bitte melden! Tierschutz geht uns alle an, schaut nicht weg", so die Tierfreundin.

Um die Kleinen gut versorgen zu können, bittet Anke um Unterstützung mit Kittenfutter und Ausstattung. Erste Sachspenden kamen bereits am Wochenende bei ihr an, darunter Katzenklos, Kuschelhöhle oder Spielzeug.

Wollt Ihr helfen? Dann meldet Euch gerne unter der Mailadresse diepfoetchenschule@fn.de.

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