Nach großer Rettungsaktion: Dritter Beluga innerhalb weniger Wochen gestorben

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Chicago (Illinois/USA) - Traurige Nachricht aus dem Shedd Aquarium: Die Beluga-Dame Osiris ist nur wenige Wochen nach ihrer Rettung gestorben. Sie wurde 26 Jahre alt und ist bereits der dritte gerettete Beluga, der seit der Umsiedlung in das Aquarium von Chicago verendet ist.

Acht Tiere aus Marineland fanden im Juli ein neues Zuhause im Shedd Aquarium in Chicago. Drei von ihnen - Osiris, Peekachu und Rain - sind inzwischen gestorben. (Archivfoto)
Acht Tiere aus Marineland fanden im Juli ein neues Zuhause im Shedd Aquarium in Chicago. Drei von ihnen - Osiris, Peekachu und Rain - sind inzwischen gestorben. (Archivfoto)  © Carlos Osorio/The Canadian Press/dpa

Osiris gehörte zu acht Belugas, die im Juli aus dem finanziell angeschlagenen kanadischen Meerespark Marineland nach Chicago gebracht worden waren.

Dort hatte zeitweise sogar die Einschläferung von rund 30 Belugas im Raum gestanden, bevor Einrichtungen in den USA und Spanien einer Übernahme der Tiere zustimmten.

Zunächst gab es offenbar Hoffnung: Osiris machte bei ihrer Ernährung und im Sozialverhalten Fortschritte, wie "People" berichtet.

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Trotzdem wurde ihr Gesundheitszustand weiterhin eng überwacht. Dann die dramatische Wende: Am Montagmorgen veränderten sich ihr Verhalten und ihre Atmung.

Osiris wurde in einen medizinischen Bereich gebracht, doch ihr Zustand verschlechterte sich rapide. Kurz darauf starb sie.

Besonders bitter: Osiris ist nicht der erste Todesfall unter den nach Chicago gebrachten Tieren. Zuvor waren bereits die 23-jährige Peekachu und die 20-jährige Rain gestorben.

Nach Rains Tod verendete außerdem Beethoven, ein 34 Jahre alter Beluga, der bereits seit mehr als drei Jahrzehnten im Shedd Aquarium gelebt hatte.

Die Belugas wurden aus dem geschlossenen kanadischen Meerespark Marineland auf Einrichtungen in den USA und Spanien verteilt. (Archivfoto)
Die Belugas wurden aus dem geschlossenen kanadischen Meerespark Marineland auf Einrichtungen in den USA und Spanien verteilt. (Archivfoto)  © Carlos Osorio/The Canadian Press/dpa

Auch in Spanien gab es einen Todesfall

Im Oceanogràfic de València in Spanien starb die ebenfalls aus Marineland übernommene Beluga-Dame Jelly Bean am 18. September plötzlich und unerwartet. Zuvor hatte sie Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme gezeigt.

Das Shedd Aquarium betont, man habe bereits bei der Rettungsaktion gewusst, dass die Tiere mit erheblichen gesundheitlichen Risiken ankamen und ein gutes Ende nicht für jeden Beluga garantiert werden könne.

Für Osiris kam die Hilfe letztlich zu spät.

Titelfoto: Carlos Osorio/The Canadian Press/dpa

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