Von Monika Wendel
Nuthetal/Eberswalde - Wird Deutschlands wohl bekanntester Elch nach seinem Tod als lebensecht aussehendes Präparat zu sehen sein?
Wildtierexperte Frank-Uwe Michler, der den Elchbullen Bert über einen GPS-Sender am Hals lange begleitete, hofft jedenfalls darauf: "Ich fände es total schön, wenn Bert präpariert werden könnte." Es müsse aber unter anderem entschieden werden, ob das Fell noch gut genug dazu sei.
Laut Landesamt für Umwelt war bislang unklar, was mit Bert geschehen soll. Der tote Elch wurde am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin pathologisch untersucht.
Bert lebte seit Jahren in Brandenburg und wurde ständig von Wissenschaftlern der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde beobachtet. Im Naturpark Nuthe-Nieplitz in den Landkreisen Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark hatte er eine dauerhafte Heimat gefunden.
Am Donnerstag wurde bekannt, dass der zehnjährige Elch Tage zuvor gestorben war. Experte Michler hofft, dass Bert samt GPS-Halsband künftig in seinem Revier im Naturparkzentrum als Präparat gezeigt werden kann.
Bert sei der einzige bekannte Elch gewesen, der sich fest in Deutschland etabliert und über viele Jahre in seinem Streifgebiet gelebt habe, so der Wildtierbiologe. Bei ihm gingen traurige Reaktionen aus ganz Deutschland zum Tod von Bert ein.