So könnt Ihr dieser süßen kleinen Maus helfen
Fraureuth - Im FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat-Gebiet) Bildhölzer im Werdauer Wald (Landkreis Zwickau) könnt Ihr Euch auf Spurensuche nach der Haselmaus begeben und damit auch etwas zum Schutz des kleinen Nagers beitragen.
Bei einer Praxisaktion am kommenden Mittwoch lernt Ihr, wie man die Haselmauskästen richtig und vorsichtig kontrolliert, welche Spuren und Nester man entdecken kann und warum die Kontrolle für den Schutz der Haselmaus wichtig ist.
Mit etwas Glück findet Ihr Hinweise auf die kleinen Bewohner des Waldes und seht vielleicht sogar eine Haselmaus.
Die Veranstaltung ist kostenfrei und geeignet für Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren. Sie findet von 15 bis 18 Uhr im Werdauer Wald/Fraureuth statt. Durchgeführt wird die Aktion vom Landschaftspflegeverband Westsachsen e.V./René Albani. Mitbringen solltet Ihr feste Schuhe, wettergerechte Kleidung und Getränke.
Anmelden könnt Ihr Euch per E-Mail an [email protected] oder unter der Telefonnummer 0155 65780785.
Haselmaus steht in Deutschland auf der Roten Liste bedrohter Tierarten
Eigentlich ist die Haselmaus gar keine Maus, sondern gehört zur Familie der Bilche, bekannt als Schlafmäuse (Sieben-, Garten- und Baumschläfer). Mit ihrem buschigen Schwanz bewegt sie sich in luftigen Höhen durchs Geäst - ihre Nester wurden schon in 30 Metern Höhe gefunden.
Die Nager nehmen teilweise bis zu 30 Prozent Umweg in Kauf, um die Baumkronen nicht verlassen zu müssen. Nur zum Winterschlaf graben sie sich in der Laubstreu oder im lockeren Boden ein - oder sie nutzen Nistkästen.
Die Haselmaus ist laut NABU (Naturschutzbund Deutschland) eine geschützte Art und steht in Deutschland auf der Roten Liste bedrohter Tierarten. Leider gehen trotz aller Schutzbemühungen die Populationszahlen stetig zurück.
Vermutlich kommen da mehrere Faktoren zusammen, so kämpfen die kleinen Nager generell mit kühl-feuchter Witterung im Frühjahr und Herbst. Sie bevorzugen trocken-warmes Klima, denn für das Fell ist Nässe ein Problem. Sie brauchen dann mehr Energie und der dann erhöhte Nahrungsbedarf muss erst mal gedeckt werden.
"Auch die immer größere und schwerere Technik in der Forstbewirtschaftung ist eine Bedrohung. Wenn Harvester statt Motorsägen im Winter Waldflächen großflächig roden, rauben sie der Schlafmaus jeglichen Nahrungs- und Lebensraum", so der NABU.
Titelfoto: Anika Lemm

