Eimer wird vor Tierheim abgestellt: Als Mitarbeiterin hineingreift, ahnt sie die Gefahr nicht
Novato (Kalifornien, USA) - Es ging alles ganz schnell: Ein Fremder kam in diesem Monat zur "Marin Humane" im kalifornischen Novato und stellte vor dem Tierheim einen roten Eimer ab. Zwei Mitarbeiterinnen beobachteten die Situation, gingen schließlich zu dem Eimer, der vor der Glastür des Empfangsbereichs abgestellt worden war. Leider hatten sie eine völlig falsche Vorstellung vom Inhalt.
Kylie Bradley und Michelle Teruel gingen davon aus, dass der Fremde in dem Eimer eine Futterspende hinterlassen hatte. Der erste Blick hinein machte die Frauen kaum schlauer.
Blätter, Zweige und ein Tuch schienen enthalten zu sein. Schließlich steckte Bradley ihre Hand hinein - und zog sie kurz darauf wieder entsetzt heraus. Der Eimer enthielt nämlich keine Futterspende, sondern ein gefährliches Lebewesen.
Fassungslos stellten die Tierheimmitarbeiterinnen fest, dass sich eine Klapperschlange unter den Zweigen verbarg.
"Als ich etwas zucken sah, wurde mir klar, dass da noch etwas anderes drin war", sagte Michelle Teruel jetzt in einem Interview mit The Dodo.
Zum Glück wurde ihre Kollegin nicht gebissen. Das Tier hatte unterdessen mindestens genauso viel Angst wie die beiden Frauen.
Dass es an dem Tag in Kalifornien richtig heiß war, machte die Situation nicht besser.
Marin Humane verbreitet Geschichte auf Facebook
"Ich habe eine Sichtprüfung durchgeführt und war froh zu sehen, dass die Schlange gesund zu sein schien", erzählte Teruel dem Tiermagazin.
Sie gab aber auch zu bedenken: "Da sie noch recht jung war - wenn auch kein Jungtier mehr -, erzeugte die Rassel noch kein Geräusch. Hätte ich die Schlange also nicht im Eimer entdeckt, hätte leicht jemand gebissen werden können, ohne überhaupt zu bemerken, dass sich eine Schlange darin befand."
Eine Untersuchung ergab schließlich, dass es dem Reptil den Umständen entsprechend gut ging. Allerdings konnte man im Tierheim nichts mehr für die Klapperschlange tun.
Stattdessen musste ein Tierschutzbeauftragter übernehmen, der das Reptil an einem sicheren Ort wieder in seine Freiheit entließ.
Titelfoto: Bildmontage: Facebook/Screenshots/Marin Humane

