Tierheim "erschüttert": Ausgesetzter Vogel könnte jahrelang vor sich hinvegetiert haben

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Köln - Auf der Straße ausgesetzt und einfach sich selbst und seinem Schicksal überlassen. Diese Situation hat am Wochenende ein trauriger Kanarienvogel erleben müssen.

In diesem winzigen Käfig wurde der Kanarienvogel ausgesetzt.
In diesem winzigen Käfig wurde der Kanarienvogel ausgesetzt.  © Bildmontage: Screenshot/Instagram/Tierheim Dellbrück

Völlig überfordert mit der Situation und überrascht vom abrupten Tapetenwechsel stand der gelbe Zweibeiner am Sonntag plötzlich in freier Natur, ohne sich dagegen wehren zu können.

Mittlerweile sitzt der kleine Flattermann im Tierheim Dellbrück. Das aber auch nur, weil die Feuerwehr ihn aufgegabelt und zu den Tierrettern gebracht hatte.

"Von einem schönen Leben hat dieser Kanarienvogel bestimmt schon sehr lange geträumt", schreiben die Mitarbeitenden in einem der neuesten Beiträge auf Instagram.

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Gefunden worden sei der farbige Zeitgenosse im Kölner Stadtteil Holweide - unweit des Tierheims entfernt. Allerdings befürchten die Tierretter, dass der Kanarienvogel schon längere Zeit im Freien verbracht hat.

Denn: Sein Käfig war alles andere als ansehnlich und sauber! "Sein kleiner Käfig war total verdreckt, voller Kot und Grünspan. Vermutlich hat er jahrelang dort alleine vor sich hinvegetiert."

Tierheim Dellbrück von menschlichem Verhalten ergriffen

Von sauberem Trinkwasser kann bei diesem Anblick nicht die Rede sein.
Von sauberem Trinkwasser kann bei diesem Anblick nicht die Rede sein.  © Bilmontage: Screenshot/Instagram/Tierheim Dellbrück

Auf Antworten auf all die offenen Fragen braucht das Tierheim aber wohl nicht zu hoffen. Von einem einstigen Besitzer - der Rede und Antwort stehen könnte - fehlt weit und breit jede Spur.

Fälle wie diese sind aber auch für die Experten eine emotionale Belastungsprobe. "Es ist immer wieder erschütternd zu sehen, wie hilflos Tiere den Menschen ausgeliefert sind", heißt es im Beitrag.

In nächster Zeit soll der Vogel erst einmal auf Herz und Nieren untersucht und aufgepäppelt werden, um die jüngste Belastung zu verarbeiten.

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"Wir werden alles dafür tun, dass es dem Vögelchen zukünftig an nichts fehlen wird."

An eine Vermittlung ist daher vorerst noch nicht zu denken. Mögliche Interessenten müssen sich daher noch etwas gedulden.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/Tierheim Dellbrück

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