Zoo verliert seine letzte Mähnenrobbe: Obduktion enthüllt den traurigen Grund

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Von Michael Heitmann

Liberec (Tschechien) - In einem tschechischen Zoo ist eine Mähnenrobbe gestorben, nachdem sie den Kopf einer Spielzeugpuppe verschluckt hatte. Das habe die Obduktion des Meeressäugers ergeben, teilte der Zoo in Liberec mit.

Mähnenrobbe Hugo wurde 17 Jahre alt. Er war die letzte verbliebene Mähnenrobbe im Zoo von Liberec. (Symbolfoto)
Mähnenrobbe Hugo wurde 17 Jahre alt. Er war die letzte verbliebene Mähnenrobbe im Zoo von Liberec. (Symbolfoto)  © Radek Petrášek/CTK/dpa

Der Fremdkörper sei am Übergang vom Magen zum Dünndarm entdeckt worden. Tierpfleger hatten das 17 Jahre alte Männchen Hugo bereits am Samstagmorgen leblos in seinem Gehege aufgefunden.

Hugo war die letzte verbliebene Mähnenrobbe im Zoo der nordböhmischen Stadt. Tiere dieser Art wurden dort seit 1975 gehalten.

Mähnenrobben, auch Patagonischer Seelöwe oder Südamerikanischer Seelöwe genannt, stammen aus Südamerika, wo sie sowohl am Pazifik als auch am Atlantik leben.

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Wie der Zoo weiter mitteilte, war der beschädigte Körper der Spielzeugpuppe bereits zwei Tage zuvor aus dem Robbenbecken gefischt worden.

Nichts habe indes darauf hingedeutet, dass Hugo Teile des Gegenstands verschluckt habe. So habe er normal gefressen.

Zudem sei eine Narkose zur Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung bei älteren Tieren immer mit einem hohen Risiko verbunden. 

Mähnenrobben werden auch Südamerikanische Seelöwen genannt. Sie leben an der Pazifik- und Atlantikküste Südamerikas. (Archivfoto)
Mähnenrobben werden auch Südamerikanische Seelöwen genannt. Sie leben an der Pazifik- und Atlantikküste Südamerikas. (Archivfoto)  © DANIEL GARCIA / AFP

Das Robbengehege soll trotzdem saniert werden

Trotz des unerwarteten Todesfalls will der Zoo die seit dem Frühjahr laufende Sanierung des Robbengeheges fortsetzen.

Geprüft werden soll nun, ob neben der Installation zusätzlicher Überwachungskameras weitere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden müssen.

Wann neue Tiere einziehen können, ist noch unklar. In jedem Fall dürfte es sich nicht mehr um Mähnenrobben, sondern um Kalifornische Seelöwen handeln, die häufiger in Zoos gehalten werden.

Titelfoto: Radek Petrášek/CTK/dpa

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