Ukraine-Krieg: EU zahlt Kiew weitere Milliardensumme aus

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Kiew - Die Ukraine hat nach Auslegung von Kremlchef Wladimir Putin (73) mit Drohnenangriffen während der Wahl zur russischen Staatsduma den Weg zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen erschwert.

Dem Kremlchef zufolge wollte Russland nach den Staatsduma-Wahlen eigentlich die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs wieder aufnehmen.
Dem Kremlchef zufolge wollte Russland nach den Staatsduma-Wahlen eigentlich die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs wieder aufnehmen.  © Dmitri Lovetsky/AP/dpa

Moskau sei bereit gewesen, die Verhandlungen zur Ukraine am 21. September, einen Tag nach den Wahlen zur Staatsduma, wieder aufzunehmen, sagte Putin in Moskau beim politischen Waldai-Diskussionsforum vor internationalen Experten. 

Dennoch bleibe Russland bereit, Verhandlungen aufzunehmen und schnellstmöglich abzuschließen. "Aber natürlich zu Bedingungen, die auch für die Russische Föderation, für unser Volk und für das russische Volk akzeptabel sind."

Eine echte Gesprächsbereitschaft Moskaus wird von Kiew, seinen westlichen Verbündeten und Beobachtern allerdings stark angezweifelt.

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Ukraine Partner-Team von PETA will Tiere in Ukraine retten: Dann schlägt Drohne in ihr Fahrzeug ein

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

2. Oktober, 15.31 Uhr: Ukrainische Agrarexporte haben sich halbiert

Aufgrund der durch Russland blockierten Schwarzmeerhäfen haben sich die ukrainischen Agrarexporte mehr als halbiert.

"Das bedeutet, dass wir im laufenden Wirtschaftsjahr (2026/2027) etwa 30 Millionen Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar (rund 26 Milliarden Euro) nicht exportieren können", sagte Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj Journalisten gemäß einer Meldung von Interfax-Ukraine. 

2. Oktober, 15.08 Uhr: EU zahlt Ukraine weitere Milliardensumme aus

Die Ukraine bekommt von der EU weitere Finanzhilfen in Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro.

"Mit der heutigen Auszahlung tragen wir dazu bei, die finanzielle Stabilität der Ukraine zu sichern und Investitionen zu unterstützen, die die Grundlage für ihren künftigen Wiederaufbau schaffen werden", teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67, CDU) mit. Das Land setze trotz des andauernden russischen Angriffskriegs weiter umfassende Reformen um.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67, CDU) hat gute Nachrichten für die Ukraine.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67, CDU) hat gute Nachrichten für die Ukraine.  © Boris Grdanoski/AP/dpa

2. Oktober, 14.49 Uhr: Wadephul will Druck auf Moskau für Ende der Getreideblockade

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) fordert mehr Druck auf Russland für ein Ende der Blockade der ukrainischen Getreideexporte über das Schwarze Meer.

Man müsse dafür sorgen, "dass Europa hier lauter wird bei diesem Thema, und zweitens, dass die Staaten des Globalen Südens hier auch noch klarer ihre Interessen formulieren", sagte der CDU-Politiker nach Gesprächen im Vatikan. "Ich glaube, dann gibt es eine ernsthafte Chance, noch zu einer Lösung zu kommen". Mit dem Begriff Globaler Süden sind meist Länder in Lateinamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und Asien gemeint.

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hofft auf eine schnelle Lösung.
Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hofft auf eine schnelle Lösung.  © Fabian Sommer/dpa

2. Oktober, 13.52 Uhr: Litauen testet ukrainisches System zum Schutz vor Drohnen

Litauen testet zum Schutz vor Drohnen ein in der Ukraine entwickeltes Luftraumüberwachungssystem.

Das System "Sky Fortress" ("Himmelsfestung") dient der Erkennung tieffliegender Objekte. "Bedrohungen aus der Luft verändern sich rasant, daher passen wir unsere Lösungen entsprechend an. Statt alles von Grund auf neu zu entwickeln, adaptieren wir Systeme, die bereits in der Ukraine im Einsatz sind", sagte Verteidigungsminister Robertas Kaunas (41). Die Ukraine gilt im fünften Jahr ihrer Abwehr einer russischen Invasion als ein weltweit führendes Land im Drohnenkampf. 

Nach litauischen Angaben nutzt "Sky Fortress" künstliche Intelligenz, um tieffliegende Drohnen und Marschflugkörper anhand ihrer akustischen oder elektromagnetischen Signaturen zu erkennen und zu verfolgen. Das System könne erkannte Objekte in Echtzeit klassifizieren, hieß es in der Mitteilung des Verteidigungsministeriums des baltischen EU- und Nato-Landes in Vilnius. 

Litauen testet ein ukrainisches System zum Schutz vor Drohnen. (Symbolfoto)
Litauen testet ein ukrainisches System zum Schutz vor Drohnen. (Symbolfoto)  © Mindaugas Kulbis/AP/dpa

2. Oktober, 8.10 Uhr: Toter nach russischen Drohnenangriffen – Brücken gesperrt

Bei russischen Drohnenangriffen ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens ein Mensch getötet worden.

Zwei weitere seien verletzt worden, teilte die Stadtverwaltung bei Telegram mit. Den Angaben zufolge schlug eine Drohne in einem Wohnhaus im Ostteil der Stadt ein.

Am Morgen wurden in der Dreimillionenstadt mehrere Brücken über den Fluss Dnipro gesperrt. Bürgermeister Vitali Klitschko (55) informierte über einen weiteren Drohneneinschlag auf der Südbrücke. Über diese führen eine U-Bahn-Linie und eine Straßenverbindung. Eine weitere Straßenbrücke wurde komplett und eine andere zum Teil gesperrt. Informationen zu Drohneneinschlägen gab es jedoch nicht. Insgesamt sieben Brücken für U-Bahn, Eisenbahn und Straßenverkehr verbinden den Ost- und den Westteil Kiews.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (55) informierte über einen Drohneneinschlag auf der Südbrücke. (Archivbild)
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (55) informierte über einen Drohneneinschlag auf der Südbrücke. (Archivbild)  © Aleksandr Gusev/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

2. Oktober, 6.20 Uhr: Putin droht Nato bei Angriff auf Kaliningrad mit Einsatz "aller Arten von Waffen"

Russlands Präsident Wladimir Putin (73) hat für den Fall eines Angriffs von Nato-Streitkräften auf die russische Exklave Kaliningrad vor dem möglichen Einsatz "aller Arten von Waffen" einschließlich Atomwaffen gewarnt.

"Wenn es zu einem direkten Angriff auf Russland kommt, in diesem Fall auf Kaliningrad, wird die Frage des Einsatzes aller Arten von Waffen, über die wir verfügen, auf der Tagesordnung stehen", sagte Putin am Donnerstag beim jährlichen Waldai-Diskussionsforum in Moskau.

Zugleich erklärte Putin, Russland habe "nicht die Absicht, irgendjemanden anzugreifen". Sollte Russland jedoch angegriffen werden, werde es zurückschlagen. "Und die Bürger der europäischen Länder müssen das verstehen", sagte der russische Präsident.

Russlands Präsident Wladimir Putin (73) droht der Nato bei einem Angriff auf Kaliningrad mit dem Einsatz "aller Arten von Waffen".
Russlands Präsident Wladimir Putin (73) droht der Nato bei einem Angriff auf Kaliningrad mit dem Einsatz "aller Arten von Waffen".  © -/Kremlin/dpa

1. Oktober, 21.46 Uhr: Kiew verkündet ersten Einsatz eigener ballistischer Rakete

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erstmals eine selbst entwickelte taktische ballistische Rakete des Typs FP-7 im Krieg mit Russland eingesetzt.

"Der erste Kampfeinsatz. Ich danke für das Ergebnis", teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) auf sozialen Netzwerken mit. Die nächste Aufgabe sei die Ausweitung der Raketenproduktion. Zum Ziel machte der Staatschef keine Angaben, veröffentlichte aber ein Video eines nächtlichen Raketenstarts.

1. Oktober, 21.44 Uhr: Putin will Donbass in weniger als anderthalb Jahren erobern

Kremlchef Wladimir Putin (73) hat die komplette Eroberung des ukrainischen Donbass-Gebiets in weniger als anderthalb Jahren angekündigt.

Zugleich gehe er davon aus, "dass dies angesichts des Vormarsches unserer Truppen viel früher geschehen wird", sagte Putin beim internationalen Waldai-Diskussionsforum in Moskau. Demnach verbleiben aktuell etwa elf Prozent der Region unter ukrainischer Kontrolle.

Er warf zudem Kiew vor, sinnlos Menschen für den Kampf um das ukrainische Staatsgebiet zu opfern. "Wenn der Verlust dieser Gebiete unvermeidlich ist, macht es dann Sinn, daran festzuhalten und dafür Menschen, ihre Sicherheit und ihr Leben zu opfern?", fragte der Präsident.

Kremlchef Wladimir Putin (73).
Kremlchef Wladimir Putin (73).  © Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

1. Oktober, 14.25 Uhr: Russische Drohne trifft Atomforschungsanlage - Reaktor unbeschädigt

Eine russische Drohne hat nach ukrainischen Angaben das Gelände einer Atomforschungsanlage in Kiew getroffen und dabei einen Brand ausgelöst.

Bei dem Angriff am Mittwoch habe es keine Verletzten gegeben, der Brand sei zudem gelöscht worden, teilte die ukrainische Atomaufsichtsbehörde am Donnerstag mit. Der kleine Reaktor, der seit 2022 außer Betrieb ist, sei nicht beschädigt, und es sei keine erhöhte Radioaktivität festgestellt worden.

Die ukrainische Atomaufsichtsbehörde teilte nicht mit, wo die Drohne einschlug und veröffentlichte kein Bildmaterial des Angriffs. Der Forschungsreaktor hat eine Leistungskapazität von rund zehn Megawatt, etwa einem Hundertstel der Erzeugungskapazität eines konventionellen Atomreaktors. Weder Moskau noch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) äußerten sich zunächst zu dem Vorfall.

1. Oktober, 6.13 Uhr: Bulgarien fordert Gespräche mit Russland

Bulgarien hat Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs mit Russland gefordert - und dabei auf das nukleare Risiko verwiesen, das von Moskau ausgehe.

"Wir müssen anfangen mit Russland zu reden", sagte der bulgarische Regierungschef Rumen Radev am Mittwoch in Brüssel. "Das Wichtigste ist, die Bedingungen für Frieden vorzubereiten", fügte er hinzu.

Radev warnte, dass die militärische Unterstützung Kiews nicht ausreichen werde, da die Ukraine immer weniger in der Lage sei, sich vor russischen Angriffen zu schützen. "Wir sollten erkennen, dass es Grenzen dafür gibt, einfach nur Waffen zu liefern und zu unterstützen", sagte er. Frieden werde "durch Diplomatie" erreicht und "nicht durch Waffenlieferungen". Radev hatte Bulgariens militärische Unterstützung für die Ukraine nach seinem Wahlsieg im April eingestellt.

Titelfoto: Boris Grdanoski/AP/dpa

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