Ukraine-Krieg: Hackerangriff auf Warn-Apps in Ukraine und Russland löst Atomalarm aus

Ukraine - In Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine haben Bürger beider Länder gefälschte Warnungen vor angeblichen Atomangriffen auf ihre Smartphones bekommen. In Kiew wie in Moskau teilten die Behörden mit, die jeweiligen offiziellen Luftalarm-Apps seien mutmaßlich gehackt worden. 

Aufregung um gehackte Warn-Apps gab es nicht nur auf ukrainischer Seite. Auch in Russland ertönte wohl fälschlicherweise Alarm.  © Sebastian Gollnow/dpa

Zunächst wurde am späten Sonntagabend in der ukrainischen Warn-App unter anderem fälschlicherweise vor radioaktiver Strahlung in Kiew gewarnt. Die App "Air Alert" sei möglicherweise vom Feind kompromittiert worden, teilte die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mit. Es bestehe keine Gefahr durch Strahlung.

In der Nacht zum Montag meldete dann Russland einen massiven Cyberangriff auf seine Warn-App, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtete. Es sei den Angreifern gelungen, Falschinformationen an die Bevölkerung zu versenden.

Die zeitliche Abfolge der Ereignisse ließ zumindest die Vermutung zu, dass es sich nach der Attacke auf das ukrainische System um einen Gegenangriff Kiews gehandelt haben könnte. Allerdings könnte auch andere Akteure verantwortlich sein.

Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj meldet Erfolg - "Mehr Gebiet befreit, als die Russen erobern konnten"

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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2. November, 11.14 Uhr: Hackerangriff auf Warn-App in Ukraine und Russland löst Atomalarm aus

In beiden Ländern meldeten sich entsprechende Warn-Apps. Screenshots aus der Ukraine und Russland sollen das belegen.

Gefahr habe derweil keine bestanden. Für die Menschen in der Ukraine ist das Warnprogramm auf ihren Smartphones seit Jahren überlebenswichtig. Die Warnungen auf dem Handy sind oft schneller als das Heulen der Sirenen.

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1. November, 21.33 Uhr: Selenskyj zu Treffen mit Putin bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) wäre zu einem direkten Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin (74) in der Türkei bereit. Das erklärte Selenskyj in einem Interview des Senders CNN Türk am Sonntag. Er hatte tags zuvor mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (72) über eine mögliche Vermittlung der Türkei im Ukraine-Konflikt gesprochen.

Nach seinen Worten sei auch über die Möglichkeit eines Treffens auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs im Dreierformat gesprochen worden. Wenn die Türkei dies ermöglichen könne, würde die Ukraine es akzeptieren und sich darüber freuen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) bekräftigt seine Bereitschaft zu einem Treffen mit Putin.  © Khalil Hamra/AP/dpa

1. November, 17.45 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Drohnenangriffen

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Gemeinde Kosijatyn in der zentralukrainischen Region Winnyzja sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Drei Kinder und ein Erwachsener seien bei der Explosion zwischen einem Wohnhaus und einer Schule verletzt worden, teilte die regionale Militärverwalterin Natalja Sabolotnaja auf Facebook mit. 

Russische Drohnenangriffe wurden am Sonntag auch aus der westukrainischen Region Tscherniwzi gemeldet. Bei den Einschlägen sei ein Mensch verletzt worden, berichtete Militärverwalter Ruslan Osipenko auf Facebook. Ein Verwaltungsgebäude wurde schwer beschädigt.

Die Russen haben erneut mit Drohnen angegriffen. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

1. November, 10.17 Uhr: Abschied von Oleschky – Ukrainer und Russen in Sicherheit

In einer von den Kriegsparteien als "historisch" bezeichneten Rettungsaktion haben sich Dutzende Menschen aus der von Russland kontrollierten Frontstadt Oleschky in Sicherheit bringen lassen.

Oft nur mit ein paar Beuteln und dem Haustier im Käfig verließen sie die abgeriegelte Zone in dem von Moskau annektierten Teil des Gebiets Cherson.

Viele von ihnen sind im fünften Kriegsjahr ausgezehrt, einige verwundet, andere bewegen sich mit nur einem Bein an Krücken oder sitzen im Rollstuhl. Die Rettung kam rechtzeitig vor dem Wintereinbruch.

1. November, 7.12 Uhr: Oleschky-Flüchtlinge sind wieder in der Ukraine

Aus der von Russland besetzten südukrainischen Frontstadt Oleschky gerettete Zivilisten sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) zurück in der Ukraine.

"Zum jetzigen Zeitpunkt haben ukrainische Bürger aus Oleschky die ukrainische Grenze im Gebiet Tschernihiw überquert", teilte Selenskyj in sozialen Medien mit.

Die US-Präsidentengattin Melania Trump (56) , die die Aktion vermittelt hatte, zeigte sich zufrieden. "Oleschky zeigt, dass wir Menschlichkeit über den Krieg erheben können", schrieb die First Lady auf X.

Auf Umwegen kamen die Zivilisten zurück in die Ukraine.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

31. Oktober, 11.20 Uhr: Feuerpause in Oleschky - Evakuierte Einwohner in Belarus angekommen

Die aus der russisch besetzten Stadt Oleschky im Süden der Ukraine evakuierten Einwohner sind nach Angaben beider Seiten in Belarus angekommen.

Das "vierte und letzte Flugzeug" sei im belarussischen Homel gelandet, teilte der ukrainische Unterhändler David Arachamia am Samstag im Onlinedienst Telegram mit. "In wenigen Stunden werden alle aus Oleschky evakuierten ukrainischen Staatsbürger sowie die ukrainische Delegation wieder auf ukrainischem Boden sein", fügte er hinzu.

31. Oktober, 8.09 Uhr: Kallas wirft Lawrow bei G20-Treffen "Lügen" über Ukraine vor

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat dem russischen Außenminister Sergej Lawrow beim G20-Außenministertreffen in den USA vorgeworfen, dort Lügen über den Ukraine-Krieg verbreitet zu haben.

"Natürlich hat er viele Lügen, viele falsche Darstellungen vorgebracht, die wir anschließend widerlegen konnten", sagte Kallas am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Lawrow habe keine Bereitschaft Moskaus zu Friedensverhandlungen erkennen lassen.

Lawrow sei bei den Beratungen "ziemlich provokant" aufgetreten, sagte ein weiterer europäischer Diplomat vor Journalisten.

Auf die Frage, ob Lawrow Anzeichen für ein Einlenken gezeigt habe, antwortete Kallas mit "Nein". "Selbst wenn sie dies mit Worten behaupten würden, sprechen ihre Taten eine andere Sprache", sagte sie über die russische Führung.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (49) hat dem russischen Außenminister Sergej Lawrow (76) beim G20-Außenministertreffen in den USA vorgeworfen, dort Lügen über den Ukraine-Krieg verbreitet zu haben.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

30. Oktober, 17.10 Uhr: Oleschky-Waffenruhe - Evakuierung und Ausgabe von Hilfsgütern

In der russisch besetzten südukrainischen Frontstadt Oleschky hat eine von den USA vermittelte Hilfsaktion begonnen.

Dutzende Tonnen an Hilfsgütern gelangten am vierten Tag einer örtlich begrenzten Waffenruhe in den Ort, der im russischen Angriffskrieg vor vier Jahren zur Frontstadt wurde. Die größte humanitäre Hilfsaktion seit Kriegsbeginn im Februar 2022 ermöglichte es Menschen auch, die Stadt zu verlassen, in der längst nur noch ein Bruchteil der ursprünglichen Bevölkerung lebt.

30. Oktober, 16.07 Uhr: Ukraine greift wieder russische Raffinerien an

Das ukrainische Militär hat nach Angaben aus Moskau seine Angriffe auf russische Raffinerien wieder aufgenommen. "Wir hatten eine Zeit lang eine Pause. Doch heute wurden die Angriffe ... wieder aufgenommen, und unsere Betriebe arbeiten unter Schutzmaßnahmen", zitierte die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti Vizeministerpräsident Alexander Nowak.

Insgesamt seien drei Raffinerien und ein Gas-Chemiekomplex angegriffen worden. Eine Anlage wurde demnach "geringfügig" beschädigt. Nähere Angaben zu den Angriffszielen und den eingesetzten Waffen machte er dabei nicht.

30. Oktober, 6.13 Uhr: Person stirbt bei russischem Angriff

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew wieder mit ballistischen Raketen angegriffen.

Ein Mensch sei getötet worden, teilte die Militärverwaltung der Millionenstadt bei Telegram mit. Zudem gab es nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko einen Einschlag im östlichen Stadtbezirk Darnyzja in einem Lagergebäude, wodurch ein Brand ausgelöst wurde. Kurz zuvor waren etwas mehr als ein halbes Dutzend Explosionen im Stadtgebiet zu hören. 

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Donnerstagabend bereits vor russischen Vorbereitungen für einen weiteren Raketenangriff gewarnt. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion.

Ballistische Raketen sind in Kiew eingeschlagen. (Symbolbild)  © Sergei Ilnitsky/EPA/dpa

29. Oktober, 11.44 Uhr: 13 Tote nach russischem Drohnenangriff auf zivilen Zug

Durch einen russischen Drohnenangriff auf einen Bahnhof in der ukrainischen Großstadt Dnipro sind nach Behördenangaben mehrere Menschen getötet worden. Es seien 13 Menschen ums Leben gekommen und mindestens fünf verletzt worden, schrieb Gebietsgouverneur Olexander Hanscha bei Telegram. 

Eine Drohne mit Düsenantrieb habe einen Bahnsteig getroffen, auf dem sich der Zug Dnipro-Saporischschja befunden habe, teilte die ukrainische Eisenbahn mit. Menschen hielten sich demnach trotz einer bekanntgegebenen erhöhten Gefahr am Bahnsteig auf. 

Bürgermeister Borys Filatow sprach von einer Tragödie. Es habe sich um einen zivilen Zug gehandelt. 

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