Ukraine-Krieg: Minenräumung in Oleschky dank Waffenruhe im Gang

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Ukraine - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat erneut auf den Bedarf seines Landes an Flugabwehrraketen und Verzögerungen bei deren Lieferungen hingewiesen.

Wolodymyr Selenskyj (48) hat erneut Lieferverzögerungen bei Flugabwehrraketen bemängelt.
Wolodymyr Selenskyj (48) hat erneut Lieferverzögerungen bei Flugabwehrraketen bemängelt.  © Michael Kappeler/dpa

Moskau habe innerhalb von zwei Wochen mehr als 100 ballistische Raketen gegen die Hauptstadt Kiew und ihr Umland eingesetzt, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.

Es gebe erhebliche Verzögerungen bei der Lieferung von Flugabwehrsystemen. "Und jeder hört und jeder sieht, dass es für uns gegenwärtig schwierig ist, uns gegen russische ballistische Raketen zu verteidigen", sagte er und verwies auf Opfer und Schäden.

Vor allem gehe es um US-Systeme vom Typ Patriot. Sie gelten als besonders wirksam gegen Angriffe mit ballistischen Raketen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwer abzufangen sind.

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Ukraine Partner-Team von PETA will Tiere in Ukraine retten: Dann schlägt Drohne in ihr Fahrzeug ein

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

28. Oktober, 20.23 Uhr: Minenräumung in Oleschky dank Waffenruhe im Gang

Die Zugangsstraßen in die russisch besetzte südukrainische Frontstadt Oleschky werden für eine humanitäre Hilfsaktion von Minen geräumt. "Es ist gerade äußerst wichtig, die Sicherheit der Wege zu gewährleisten, damit die Menschen die Stadt verlassen können", schrieb die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa bei Telegram. 

Sie bestätigte dabei noch einmal, dass die seit Dienstag geltende Waffenruhe zwischen russischen und ukrainischen Truppen an dem Frontabschnitt am Fluss Dnipro eingehalten wird. Zuvor hatte bereits ihr ukrainischer Kollege, Dmytro Lubinez, ebenfalls auf Telegram die Minenräumung und das Einhalten der Feuerpause bestätigt.

In Oleschky herrscht derzeit Waffenruhe.
In Oleschky herrscht derzeit Waffenruhe.  © Ukrainian 34th Separate Marine B/Ukrainian 34th Separate Marine Brigade "Borysfen"/dpa

28. Oktober, 18.03 Uhr: Selenskyj hofft auf Beteiligung der EU an Ukraine-Gesprächen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat die Hoffnung geäußert, dass bei den für November geplanten Gesprächen mit Russland und den USA auch die EU teilnehmen werde. "Wir finden hoffentlich einen Weg, Europa einzubeziehen", sagte Selenskyj in Den Haag. Selenskyj war in Den Haag mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten (39) zusammen getroffen. 

Wann und wo die Gespräche stattfinden sollen, ist noch nicht bekannt. Selenskyj erwartet, dass darüber erst wieder Anfang November nach den Zwischenwahlen in den USA geredet werde. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l., 48) und der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten (39) sprechen auf einer Pressekonferenz, nachdem sie sich zu Gesprächen über die niederländische Unterstützung für Kiew getroffen hatten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l., 48) und der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten (39) sprechen auf einer Pressekonferenz, nachdem sie sich zu Gesprächen über die niederländische Unterstützung für Kiew getroffen hatten.  © Mike Corder/AP/dpa

28. Oktober, 16.13 Uhr: Lawrow reist zu G20-Außenministertreffen

Der russische Außenminister Sergej Lawrow (76) wird nach Angaben aus Moskau zum G20-Außenministertreffen in die USA reisen. Im letzten Moment sei es gelungen, die Mehrheit der Fragen zu klären, sagte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. 

Sie verwies auf Schwierigkeiten der russischen Delegation, die sie bereits zuvor angesprochen habe. Es sei der Eindruck entstanden, vor allem was die Ausgabe von Visa betreffe, dass nicht alle in Washington froh über den geplanten Besuch der russischen Delegation seien.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow (76) kommt zum G20-Außenministertreffen.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow (76) kommt zum G20-Außenministertreffen.  © Pavel Bednyakov/Pool AP/AP/dpa

28. Oktober, 12.36 Uhr: Selenskyj wird in Hessen mit Medaille geehrt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in Hessen mit der höchsten Auszeichnung des Landes geehrt.

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) würdigte Selenskyj am Mittwoch in Wiesbaden als "eine der herausragenden internationalen politischen Persönlichkeiten der Gegenwart". Die Verleihung der Wilhelm-Leuschner-Medaille ist für den 1. Dezember geplant.

Selenskyjs unermüdlicher Einsatz für die territoriale Integrität der Ukraine habe ihn über Europa hinaus zu einer "Symbolfigur im Kampf gegen militärische Aggression" werden lassen, fügte Rhein hinzu. Die Auszeichnung gehe gleichzeitig auch an das ukrainische Volk, das unter Selenskyjs Führung als Opfer des russischen Angriffskrieges die Souveränität seines Landes und die europäischen Werte verteidige.

28. Oktober, 7.02 Uhr: Trump kündigt "sehr bald" Treffen mit Putin und Selenskyj an

US-Präsident Donald Trump hat ein baldiges Treffen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj angekündigt.

"Es wird sehr bald ein Treffen geben", sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten. "Ich glaube, dass dabei große Fortschritte erzielt werden könnten", fügte er mit Blick auf die diplomatischen Bemühungen hinzu, den seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Krieg zu beenden.

US-Präsident Donald Trump (80) hat ein baldiges Treffen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj angekündigt.
US-Präsident Donald Trump (80) hat ein baldiges Treffen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj angekündigt.  © CHIP SOMODEVILLA / Getty Images North America / Getty Images via AFP

27. Oktober, 13.29 Uhr: Überraschender Anruf im Kreml von zwei Staatsmännern

Nach US-Präsident Donald Trump (80) wollten auch die Europäer mit Kremlchef Wladimir Putin (74) Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskriegs aufnehmen. Nun gab es einen überraschenden Anruf im Kreml.

Finnlands Präsident Alexander Stubb (58) und Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Støre (66) haben bei einem Telefonat erstmals mit Putin über seinen Krieg gegen die Ukraine gesprochen. "Ziel des Telefonats war es, Präsident Putin direkt Botschaften bezüglich künftiger Verhandlungen zu übermitteln, die zur Beendigung des Krieges beitragen sollen", teilten die beiden europäischen Politiker in Helsinki mit. Kremlsprecher Dmitri Peskow (59) bestätigte das Telefonat, das zuvor von keiner Seite öffentlich angekündigt worden war. 

Stubb und Støre hatten vorige Woche auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) und US-Vermittler Steve Witkoff (69) in Oslo getroffen. Witkoff führte danach Gespräche mit Putin, bei denen eine Wiederaufnahme von Dreier-Gesprächen mit Russen, Ukrainern und Amerikanern vereinbart wurde.

Kremlchef Wladimir Putin (74) hat einen überraschenden Anruf erhalten.
Kremlchef Wladimir Putin (74) hat einen überraschenden Anruf erhalten.  © Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

27. Oktober, 6.23 Uhr: Wichtige Brücke in Kiew bei russischem Angriff beschädigt - Zugverkehr eingestellt

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko (55) eine wichtige Dnipro-Brücke beschädigt worden.

Der Angriff habe die Südbrücke über den Fluss getroffen, teilte Klitschko am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Auch die Metro-Infrastruktur auf der Brücke wurde demnach beschädigt. Der Zugverkehr über die Brücke sei eingestellt worden, fügten die städtischen Behörden hinzu.

Zuvor waren Berichte über den Abschuss mehrerer ballistischer Raketen in Richtung der ukrainischen Hauptstadt eingegangen. Die ukrainische Armee hatte am frühen Dienstagmorgen mitgeteilt, dass ballistische Raketen in Richtung Kiew abgefeuert worden seien.

Laut Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (55) ist eine wichtige Brücke der Stadt bei einem russischen Angriff getroffen worden.
Laut Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (55) ist eine wichtige Brücke der Stadt bei einem russischen Angriff getroffen worden.  © Sergei Supinsky/AFP

26. Oktober, 22.23 Uhr: Tote und Verletzte durch Raketen in Kiew

Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am Abend mindestens ein Mensch getötet worden.

Zahlreiche Menschen wurden verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mitteilte.

26. Oktober, 20.57 Uhr: Hilfsaktion für Frontstadt Oleschky läuft an

Die Streitkräfte Russlands und der Ukraine lassen ab Montag die Waffen schweigen für eine Hilfsaktion für die Frontstadt Oleschky in dem von russischen Truppen kontrollierten Teil des ukrainischen Gebiets Cherson.

Nach dem russischen Generalstab bestätigte auch der Generalstab in Kiew, dass ab 3 Uhr rund um den Ort für die Dauer einer humanitären Operation eine Feuerpause gelte. Dabei sollen Lebensmittel und Medikamente an die notleidenden Bewohner der Stadt geliefert werden, zudem sollen Vorbereitungen zur Herstellung der Bewegungsfreiheit der Bewohner getroffen werden.

Die Stadt ist aktuell vollständig vermint. Die ukrainischen Streitkräfte setzten zeitweise Drohnen ein, um Hilfsgüter in die Stadt zu schaffen. Viele der unbemannten Fluggeräte wurden jedoch von russischen Truppen abgeschossen. Nunmehr sollen nach der Vereinbarung Minen geräumt werden, um einen sicheren Korridor zu schaffen. Unklar ist, ob die rund 2.000 verbliebenen Bewohner ihre Stadt verlassen dürfen. 

Auf diesem undatierten Bild aus einem Video, das am 22. September 2026 von der ukrainischen 34. eigenständigen Marinebrigade „Borysfen“ zur Verfügung gestellt wurde, steigt Rauch aus einem Wohngebiet in der von Russland besetzten Stadt Olesshky in der Region Cherson auf.
Auf diesem undatierten Bild aus einem Video, das am 22. September 2026 von der ukrainischen 34. eigenständigen Marinebrigade „Borysfen“ zur Verfügung gestellt wurde, steigt Rauch aus einem Wohngebiet in der von Russland besetzten Stadt Olesshky in der Region Cherson auf.  © Ukrainian 34th Separate Marine B/Ukrainian 34th Separate Marine Brigade "Borysfen"/dpa

26. Oktober, 19.25 Uhr: Fünf stärkste europäische Nato-Mitglieder wollen Kiew vor Winter militärisch stärken

Die fünf militärisch stärksten europäischen Nato-Mitglieder wollen die Ukraine vor dem bevorstehenden Winter mit Luftabwehrsystemen und weiterer Ausrüstung militärisch stärken.

"Wir haben im Rahmen unserer Ukraine-Unterstützung Winterpakete geschnürt", sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Polen, Großbritannien und Italien in Paris. "Wir werden darüber hinaus alles dafür tun, dass auch die USA die Ukraine mit ihren Lieferungen unterstützen oder eben vor allem auch mit nachrichtlichen Informationen und Satellitendaten." 

Die sogenannten E5-Länder arbeiteten außerdem mit der Ukraine an der Entwicklung eines Luftverteidigungssystems. "Dieses soll zusätzlich zu den Patriots und anderen Systemen die Ukrainer vor den Angriffen aus der Luft schützen", sagte Pistorius. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin warf er Terror gegen die Zivilbevölkerung vor.

"Wir haben im Rahmen unserer Ukraine-Unterstützung Winterpakete geschnürt", sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD).
"Wir haben im Rahmen unserer Ukraine-Unterstützung Winterpakete geschnürt", sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD).  © Kay Nietfeld/dpa

26. Oktober, 15.05 Uhr: Kälte als Waffe - UN-Bericht wirft Moskau Verbrechen vor

Die russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur sind nach Ansicht von UN-Fachleuten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zu diesem Schluss kommt die Ukraine-Untersuchungskommission des Menschenrechtsrates zu Beginn der kalten Jahreszeit im Kriegsgebiet.

In einem Bericht für die UN-Generalversammlung in New York spricht die Kommission von jahrelangen systematischen Angriffen auf Heizkraftwerke, Leitungen, Gasanlagen und andere Einrichtungen. Im vergangenen Winter hätten Tausende Haushalte ohne Heizung auskommen müssen, Millionen Menschen seien von Stromausfällen betroffen gewesen.

Aus Sicht der UN-Kommission hat die Kälte negative Folgen für die physische und psychische Gesundheit der ukrainischen Bevölkerung. Die unabhängigen Menschenrechtsfachleute des Gremiums wiesen darauf hin, dass russische Angriffe mit dem Einsetzen der neuen Kälteperiode wieder zugenommen hätten. 

Die Ukraine kämpft nach russischen Angriffen regelmäßig mit Stromausfällen.
Die Ukraine kämpft nach russischen Angriffen regelmäßig mit Stromausfällen.  © Kateryna Klochko/AP/dpa

26. Oktober, 8.15 Uhr: Russische Behörden melden Tote in Woronesch bei ukrainischem Drohnenangriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind in der russischen Stadt Woronesch nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. 17 weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte der Gouverneur der Region Woronesch, Alexander Gussew, am Montag im Onlinedienst Telegram.

Woronesch liegt rund 500 Kilometer südlich der russischen Hauptstadt Moskau.

"Mehr als 70 Drohnen" seien in der Nacht zu Montag über der Stadt Woronesch abgeschossen worden, schrieb Gussew weiter. Russland führt seit Februar 2022 eine großangelegte Offensive in der Ukraine. Die ukrainische Armee reagiert mit Angriffen auf Ziele in Russland.

"Mehr als 70 Drohnen" seien in der Nacht zu Montag über der Stadt Woronesch abgeschossen worden.
"Mehr als 70 Drohnen" seien in der Nacht zu Montag über der Stadt Woronesch abgeschossen worden.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

25. Oktober, 20.29 Uhr: Ukraine-Krieg überschattet Präsidentschaftswahl in Bulgarien

In Bulgarien haben die Bürger am Sonntag bei einer vom Ukraine-Krieg überschatteten Wahl den Präsidenten oder die Präsidentin neu bestimmt.

"Ich bin der Überzeugung, dass es Frieden, Stabilität und Sicherheit geben muss", sagte die in Umfragen führende sozialistische Amtsinhaberin Ilijana Jotowa nach ihrer Stimmabgabe. Die 62-Jährige tritt für einen Dialog mit Moskau ein und ist gegen eine militärische Unterstützung der Ukraine. Ihr wichtigster Herausforderer ist der pro-westliche ehemalige Übergangsministerpräsident Andrej Gjurow.

Der Urnengang war überschattet von Sicherheitsbedenken nach einer Reihe von Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer. Jotowa hatte den Ukraine-Krieg zu einem der zentralen Thema in ihrem Wahlkampf gemacht. Im Falle eines Sieges wäre sie die erste gewählte Frau an der Spitze Bulgariens.

Titelfoto: Ukrainian 34th Separate Marine B/Ukrainian 34th Separate Marine Brigade "Borysfen"/dpa

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