Ukraine-Krieg: Russland greift Kiew erneut mit ballistischen Raketen an

Ukraine - In der Nacht auf Donnerstag sind nach Angaben Russlands mehr als 600 Drohnen in Richtung der Region Moskau abgefeuert worden.

Immer wieder greifen russische Drohnen Gebiete in der Ukraine an. (Archivbild)  © Ukrainian 34th Separate Marine B/Ukrainian 34th Separate Marine Brigade "Borysfen"/dpa

Insgesamt 613 Flugkörper seien aus der Ukraine gestartet. Das teilte der Bürgermeister Moskaus, Sergej Sobjanin am Donnerstag bei Telegram mit.

"Die meisten wurden von den Luftabwehrkräften des Verteidigungsministeriums bereits in großer Entfernung neutralisiert", ergänzte er. So seien bereits 231 Drohnen beim Anflug auf Moskau zerstört worden.

Zeitgleich berichteten ukrainische Behörden von nächtlichen Angriffen auf mehrere Gebiete in der Ukraine. Unter anderem soll in diesem Zusammenhang ein Mann in der Region Riwne ums Leben gekommen sein.

Ukraine Ukraine-Krieg: Tote bei russischem Luftangriff auf Industriestadt Dnipro

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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29. Oktober, 22.30 Uhr: Russland greift Kiew erneut mit ballistischen Raketen an

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew wieder mit ballistischen Raketen angegriffen.

Es habe einen Einschlag im östlichen Stadtbezirk Darnyzja in einem Lagergebäude gegeben, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Demnach wurde ein Brand ausgelöst. Kurz zuvor waren etwas mehr als ein halbes Dutzend Explosionen im Stadtgebiet zu hören.

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Ballistische Raketen sind in Kiew eingeschlagen. (Symbolbild)  © Sergei Ilnitsky/EPA/dpa

29. Oktober, 11.44 Uhr: 13 Tote nach russischem Drohnenangriff auf zivilen Zug

Durch einen russischen Drohnenangriff auf einen Bahnhof in der ukrainischen Großstadt Dnipro sind nach Behördenangaben mehrere Menschen getötet worden. Es seien 13 Menschen ums Leben gekommen und mindestens fünf verletzt worden, schrieb Gebietsgouverneur Olexander Hanscha bei Telegram. 

Eine Drohne mit Düsenantrieb habe einen Bahnsteig getroffen, auf dem sich der Zug Dnipro-Saporischschja befunden habe, teilte die ukrainische Eisenbahn mit. Menschen hielten sich demnach trotz einer bekanntgegebenen erhöhten Gefahr am Bahnsteig auf. 

Bürgermeister Borys Filatow sprach von einer Tragödie. Es habe sich um einen zivilen Zug gehandelt. 

29. Oktober, 7.57 Uhr: Ukraine feuert mehr als 600 Drohnen in Richtung Russland ab

In der Nacht wurden 613 ukrainische Drohnen in Richtung der Region Moskau gestartet, wie Sergej Sobjanin, Bürgermeister der russischen Hauptstadt, am Donnerstag via Telegram mitteilte. "Die meisten wurden von den Luftabwehrkräften des Verteidigungsministeriums bereits in großer Entfernung neutralisiert. 231 Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört", fügte er hinzu.

Zeitgleich berichteten auch die ukrainischen Behörden von nächtlichen russischen Angriffen in mehreren Gebieten, darunter ein Angriff in der Region Riwne, bei dem ein Mann ums Leben kam.

Beide Länder haben in den letzten Monaten ihre Angriffe mit Drohnen und anderen Geschossen verstärkt, obwohl sich Moskau und Kiew nun darauf vorbereiten, die Friedensgespräche wieder aufzunehmen, die nächsten Monat unter Vermittlung der USA stattfinden sollen.

Mitte September feuerte die Ukraine laut Sobjanin rund 1600 Drohnen in Richtung der Region Moskau ab - der größte Angriff dieser Art an einem einzigen Tag seit Kriegsbeginn.

29. Oktober, 6.45 Uhr: Putin lobt Tech-Milliardär: "Elon Musk ist ein Genie"

Inmitten von Unstimmigkeiten zwischen den USA und der Ukraine über deren Zugang zum Satellitensystem Starlink hat sich Russlands Präsident Wladimir Putin lobend über den Tech-Milliardär Elon Musk geäußert.

"Elon Musk ist ein Genie, wirklich ein Genie", sagte Putin am Mittwoch bei einem Rundgang durch eine Ausstellung am Rande des Russland-Afrika-Gipfels in Moskau über den Unternehmer. Dabei bezog er sich auf tausende Satelliten, die der Chef des Raumfahrtkonzerns SpaceX ins All befördert habe.

28. Oktober, 20.23 Uhr: Minenräumung in Oleschky dank Waffenruhe im Gang

Die Zugangsstraßen in die russisch besetzte südukrainische Frontstadt Oleschky werden für eine humanitäre Hilfsaktion von Minen geräumt. "Es ist gerade äußerst wichtig, die Sicherheit der Wege zu gewährleisten, damit die Menschen die Stadt verlassen können", schrieb die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa bei Telegram. 

Sie bestätigte dabei noch einmal, dass die seit Dienstag geltende Waffenruhe zwischen russischen und ukrainischen Truppen an dem Frontabschnitt am Fluss Dnipro eingehalten wird. Zuvor hatte bereits ihr ukrainischer Kollege, Dmytro Lubinez, ebenfalls auf Telegram die Minenräumung und das Einhalten der Feuerpause bestätigt.

In Oleschky herrscht derzeit Waffenruhe.  © Ukrainian 34th Separate Marine B/Ukrainian 34th Separate Marine Brigade "Borysfen"/dpa

28. Oktober, 18.03 Uhr: Selenskyj hofft auf Beteiligung der EU an Ukraine-Gesprächen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat die Hoffnung geäußert, dass bei den für November geplanten Gesprächen mit Russland und den USA auch die EU teilnehmen werde. "Wir finden hoffentlich einen Weg, Europa einzubeziehen", sagte Selenskyj in Den Haag. Selenskyj war in Den Haag mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten (39) zusammen getroffen. 

Wann und wo die Gespräche stattfinden sollen, ist noch nicht bekannt. Selenskyj erwartet, dass darüber erst wieder Anfang November nach den Zwischenwahlen in den USA geredet werde. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l., 48) und der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten (39) sprechen auf einer Pressekonferenz, nachdem sie sich zu Gesprächen über die niederländische Unterstützung für Kiew getroffen hatten.  © Mike Corder/AP/dpa

28. Oktober, 16.13 Uhr: Lawrow reist zu G20-Außenministertreffen

Der russische Außenminister Sergej Lawrow (76) wird nach Angaben aus Moskau zum G20-Außenministertreffen in die USA reisen. Im letzten Moment sei es gelungen, die Mehrheit der Fragen zu klären, sagte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. 

Sie verwies auf Schwierigkeiten der russischen Delegation, die sie bereits zuvor angesprochen habe. Es sei der Eindruck entstanden, vor allem was die Ausgabe von Visa betreffe, dass nicht alle in Washington froh über den geplanten Besuch der russischen Delegation seien.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow (76) kommt zum G20-Außenministertreffen.  © Pavel Bednyakov/Pool AP/AP/dpa

28. Oktober, 12.36 Uhr: Selenskyj wird in Hessen mit Medaille geehrt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in Hessen mit der höchsten Auszeichnung des Landes geehrt.

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) würdigte Selenskyj am Mittwoch in Wiesbaden als "eine der herausragenden internationalen politischen Persönlichkeiten der Gegenwart". Die Verleihung der Wilhelm-Leuschner-Medaille ist für den 1. Dezember geplant.

Selenskyjs unermüdlicher Einsatz für die territoriale Integrität der Ukraine habe ihn über Europa hinaus zu einer "Symbolfigur im Kampf gegen militärische Aggression" werden lassen, fügte Rhein hinzu. Die Auszeichnung gehe gleichzeitig auch an das ukrainische Volk, das unter Selenskyjs Führung als Opfer des russischen Angriffskrieges die Souveränität seines Landes und die europäischen Werte verteidige.

28. Oktober, 7.02 Uhr: Trump kündigt "sehr bald" Treffen mit Putin und Selenskyj an

US-Präsident Donald Trump hat ein baldiges Treffen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj angekündigt.

"Es wird sehr bald ein Treffen geben", sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten. "Ich glaube, dass dabei große Fortschritte erzielt werden könnten", fügte er mit Blick auf die diplomatischen Bemühungen hinzu, den seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Krieg zu beenden.

US-Präsident Donald Trump (80) hat ein baldiges Treffen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj angekündigt.  © CHIP SOMODEVILLA / Getty Images North America / Getty Images via AFP

27. Oktober, 13.29 Uhr: Überraschender Anruf im Kreml von zwei Staatsmännern

Nach US-Präsident Donald Trump (80) wollten auch die Europäer mit Kremlchef Wladimir Putin (74) Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskriegs aufnehmen. Nun gab es einen überraschenden Anruf im Kreml.

Finnlands Präsident Alexander Stubb (58) und Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Støre (66) haben bei einem Telefonat erstmals mit Putin über seinen Krieg gegen die Ukraine gesprochen. "Ziel des Telefonats war es, Präsident Putin direkt Botschaften bezüglich künftiger Verhandlungen zu übermitteln, die zur Beendigung des Krieges beitragen sollen", teilten die beiden europäischen Politiker in Helsinki mit. Kremlsprecher Dmitri Peskow (59) bestätigte das Telefonat, das zuvor von keiner Seite öffentlich angekündigt worden war. 

Stubb und Støre hatten vorige Woche auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) und US-Vermittler Steve Witkoff (69) in Oslo getroffen. Witkoff führte danach Gespräche mit Putin, bei denen eine Wiederaufnahme von Dreier-Gesprächen mit Russen, Ukrainern und Amerikanern vereinbart wurde.

Kremlchef Wladimir Putin (74) hat einen überraschenden Anruf erhalten.  © Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

27. Oktober, 6.23 Uhr: Wichtige Brücke in Kiew bei russischem Angriff beschädigt - Zugverkehr eingestellt

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko (55) eine wichtige Dnipro-Brücke beschädigt worden.

Der Angriff habe die Südbrücke über den Fluss getroffen, teilte Klitschko am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Auch die Metro-Infrastruktur auf der Brücke wurde demnach beschädigt. Der Zugverkehr über die Brücke sei eingestellt worden, fügten die städtischen Behörden hinzu.

Zuvor waren Berichte über den Abschuss mehrerer ballistischer Raketen in Richtung der ukrainischen Hauptstadt eingegangen. Die ukrainische Armee hatte am frühen Dienstagmorgen mitgeteilt, dass ballistische Raketen in Richtung Kiew abgefeuert worden seien.

Laut Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (55) ist eine wichtige Brücke der Stadt bei einem russischen Angriff getroffen worden.  © Sergei Supinsky/AFP

26. Oktober, 22.23 Uhr: Tote und Verletzte durch Raketen in Kiew

Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am Abend mindestens ein Mensch getötet worden.

Zahlreiche Menschen wurden verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mitteilte.

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