Ukraine-Krieg: Selenskyj in Berlin, Merz ruft Europäer zur Hilfe auf

Ukraine - Russland attackiert das Energiesystem der Ukraine, doch getroffen werden auch Kliniken. Präsident Selenskyj ruft die USA auf, sein Land am Tag der Zwischenwahlen nicht zu vergessen.

Die Ukraine rechnet mit einem erneuten russischen Großangriff auf ihre Energieinfrastruktur.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/dpa

"Es sagt viel aus, dass dies am Tag der Kongresswahl in den USA passiert", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. "Die Russen glauben, dass die Amerikaner dieses Signal übersehen werden. Aber solcher Terror muss wahrgenommen und beendet werden."

Bei einem Großangriff hat Russland die Ukraine massiv mit Raketen, Marschflugkörpern und Kampfdrohnen beschossen. Allein bei einem Treffer auf ein Krankenhaus in der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurden nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft mindestens 73 Menschen verletzt. 226 Patienten mussten in andere Kliniken verlegt werden. 

Schwer getroffen wurde auch die südukrainische Großstadt Dnipro, in der bis zum Vormittag ein Toter und 17 Verletzte gezählt wurden.

Ukraine Ukraine-Krieg: Tote bei russischem Luftangriff auf Industriestadt Dnipro

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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3. November, 16.24 Uhr: Telefonat mit Putin laut Selenskyj aussichtslos

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hält Friedensgespräche mit Kremlchef Wladimir Putin am Telefon für perspektivlos und besteht auf einem Gipfeltreffen.

"Per Telefon sprechen? Fraglos wird Russland das als Möglichkeit nutzen, sich nicht mehr zu treffen. Wir verstehen dieses Spiel", sagte er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin.

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3. November, 16.22 Uhr: Melania Trump kündigt Treffen mit Ukrainern und Russen an

First Lady Melania Trump hat nach ihrer Vermittlung einer Waffenruhe in der russisch besetzten Frontstadt Oleschky ein Treffen mit Vertretern der Ukraine und Russlands im Weißen Haus angekündigt.

Sie persönlich werde die Repräsentanten von zwei Nationen zusammenbringen, die sich aktiv im Krieg befinden, teilte das Weiße Haus mit. 

Melania Trump vermittelte eine begrenzte Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

3. November, 15.07 Uhr: Merz sichert der Ukraine zusätzliche Winterhilfe zu

Deutschland unterstützt die Ukraine vor dem schwierigen Winter mit zusätzlichen Hilfen.

"Wir werden unsere Hilfe fortsetzen, bis dieser Krieg beendet ist", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. 

Der ukrainische Präsident Selenskyj am Dienstag in Berlin.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

3. November, 14.57 Uhr: Selenskyj in Berlin, Merz ruft Europäer zur Hilfe auf

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die europäischen Partner zur weiteren Hilfe für die von Russland angegriffene Ukraine aufgerufen.

Deutschland setze seine Unterstützung unverändert fort, sagte er in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. "Klar ist aber auch: Alle Europäer tragen Verantwortung, nicht nur die Deutschen." Dem Kanzler zufolge soll es am 19. November in Berlin ein Treffen der in der Koalition der Willigen vereinten Ukraine-Unterstützer geben.

Man habe sich in der Nato auf eine militärische Ukraine-Unterstützung von 70 Milliarden Euro für das Jahr 2026 verständigt, sagte Merz. "Wir müssen auch dafür sorgen, dass alle Partner dieser Verpflichtung nachkommen." Deutschland leiste Hilfe, weil es vom Ukraine-Krieg direkt betroffen sei. "Der Ausgang dieses Krieges wird die europäische Sicherheit für lange Zeit prägen."

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, r) und Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, geben im Bundeskanzleramt eine Pressekonferenz.  © Kay Nietfeld/dpa

3. November, 14.50 Uhr: Moskau bombardiert Ukraine massiv - Treffer auf Krankenhaus

Bei einem Großangriff hat Russland die Ukraine massiv mit Raketen, Marschflugkörpern und Kampfdrohnen beschossen.

Allein bei einem Treffer auf ein Krankenhaus in der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurden nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft mindestens 73 Menschen verletzt. 226 Patienten mussten in andere Kliniken verlegt werden. 

Rettungskräfte evakuieren nach einem russischen Luftangriff einen verwundeten Zivilisten aus einem Wohnhaus.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/dpa

3. November, 9.22 Uhr: Merz kündigt Selenskyj-Besuch in Berlin an

Vor neuen Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine über ein Ende des Krieges kommt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj heute nach Berlin.

"Er wird gleich über Mittag wieder bei mir sein", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in einer Rede bei der IHK Berlin. Der Besuch war aus Sicherheitsgründen vorher nicht angekündigt worden.

Kurz vor der Ankunft kündigte der US-Sondergesandte Steve Witkoff eine neue Gesprächsrunde zwischen Russland, der Ukraine und den USA für nächste Woche Dienstag und Mittwoch in Abu Dhabi an. Sie soll auf Ebene der Berater der Staats- und Regierungschefs stattfinden. "Die Gespräche werden sich um Sicherheitsvereinbarungen für die Zeit nach dem Krieg, Deeskalation, humanitäre Hilfsmaßnahmen und die nächsten Schritte auf dem Weg zum Frieden drehen", erklärte er.

Bundeskanzler Friedrich Merz (l., CDU) und Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, treffen heute in Berlin aufeinander.  © Kay Nietfeld/dpa

3. November, 8.37 Uhr: Mehr als 60 Verletzte bei Angriff auf medizinische Einrichtung

Bei einem russischen Angriff auf eine medizinische Einrichtung sind nach ukrainischen Behördenangaben in Charkiw mehr als 60 Menschen verletzt worden.

Das schrieb der Bürgermeister der östlichen Großstadt, Ihor Terechow, auf der Plattform Telegram. Am Krankenhausgebäude und umliegenden Häusern seien aufgrund der Detonationen rund 1000 Fenster beschädigt.

Dem Portal Kyiv Independent zufolge müssen 226 Patienten aus der beschädigten Einrichtung evakuiert werden. 

Terechow hatte in der Nacht zuvor gewarnt, Russland greife die Stadt mit ballistischen Raketen und Gleitbomben an. Charkiw ist nach Kiew die zweitgrößte Stadt der Ukraine und liegt nahe der russischen Grenze und der Frontlinie.

Erneut wurden zahlreiche Menschen in der Ukraine durch einen russischen Angriff verletzt.  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

3. November, 6.17 Uhr: 2800 Soldaten aus elf Ländern bei Ukraine-Übung in Polen

Rund 2800 Soldaten aus elf Ländern werden in Polen ab Montag am ersten Militärmanöver der "Koalition der Willigen" zur Unterstützung der Ukraine teilnehmen.

Dabei solle getestet werden, wie nach dem Ende des Kriegs ein dauerhafter Frieden gesichert werden könne, teilte das britische Verteidigungsministerium in der Nacht mit. 

Großbritannien und Frankreich leiten die Übung "Koalicja 2026" (Koalition 2026), die bis zum 22. November laufen soll. Auch Deutschland beteiligt sich. Das Manöver der Ukraine-Verbündeten war bereits zuvor angekündigt worden, zunächst aber ohne genauere Details wie die Zahl der beteiligten Truppen. 

3. November, 6.09 Uhr: Selenskyj: Hacken russischer Warn-App war Gegenangriff

Das Hacken des russischen Warnsystems vor Luftangriffen ist nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ein ukrainischer Gegenangriff mit gleicher Münze gewesen.

"Wir reagieren nur auf ihre Angriffe", sagte Selenskyj dem US-Sender PBS. "Sie haben unser System angegriffen. Das war ein Cyberangriff", sagte er weiter. Natürlich habe sich die Ukraine dagegen gewehrt. 

Die Warn-Apps der beiden Kriegsparteien informieren ihre Bürger unter anderem über drohende Luftangriffe. Russland greife mit Cyberattacken immer wieder Ziele an, um der Zivilbevölkerung zu schaden, darunter auch ukrainische Banken oder das Rentensystem, sagte Selenskyj weiter. 

Aufgrund von Cyberattacken kam es zu Warnungen vor möglichen Angriffen mit Atomwaffen in der Ukraine. (Symbolfoto)  © Nicolas Armer/dpa

3. November, 6.03 Uhr: USA: Nächste Woche Verhandlungen mit Ukraine und Russland

Im Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sollen nach US-Angaben nächste Woche Vertreter aus Kiew, Moskau und Washington zu Verhandlungen zusammenkommen.

Das trilaterale Treffen auf Arbeitsebene solle nächste Woche Dienstag und Mittwoch in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, stattfinden, teilte der US-Sondergesandte Steve Witkoff (69) auf der Plattform X mit. 

"Die Gespräche werden sich um Sicherheitsvereinbarungen für die Zeit nach dem Krieg, Deeskalation, humanitäre Hilfsmaßnahmen und die nächsten Schritte auf dem Weg zum Frieden drehen", erklärte er. 

Zudem sollen Witkoff zufolge US-Gesandte diese Woche mit Vertretern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der Nato sowie der EU zusammenkommen. Bei den Gesprächen in Brüssel soll es um die Themen Sicherheitsgarantien für die Ukraine, Europas Sicherheitsordnung nach dem Krieg sowie um den Wiederaufbau gehen.

2. November, 21.17 Uhr: Selenskyj wirft Moskau "hinterhältigen Terroranschlag" vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat den Luftangriff auf die Ortschaft Komyschuwacha nahe Saporischschja mit mindestens 26 Toten als "hinterhältigen Terroranschlag" verurteilt.

"Die Russen beweisen immer wieder, dass sie die Ukraine hassen, alles, was es hier gibt", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Der Angriff erfolgte, als sich die noch in der frontnahen Ortschaft verbliebenen Menschen bei der Schule versammelten, um humanitäre Hilfsgüter zu empfangen. Helfer suchten auch am Abend in den Trümmern nach weiteren Opfern, da noch 27 Bewohner als vermisst galten.

Selenskyj warf Moskau vor, nicht an einer friedlichen Lösung interessiert zu sein. "Wenn Russland wirklich eine Deeskalation gewollt hätte, dann wäre jetzt, nach Oleschky, der richtige Zeitpunkt gewesen, um die humanitären Maßnahmen fortzusetzen", sagte er.

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